Romeo in der Kritik
Wie Du siehst, kommt man als schwuler Mann nicht um Gayromeo herum.
Die blaue Lagune/ Grotte/ Laberwelt, blauen Seiten, bzw. das schwule Einwohnermeldeamt hat auch ein paar Schattenseiten.
Ein Problem, dass Romeo früher mal hatte:
"Nazis tummeln sich auch im schwulen Chat"
So berichtete März 2006 das gab-Magazin. Dort hieß es weiter:
"Besonders irritierend findet User Torsten GayRomeo-Clubs wie KonservatRevolution, RepublikanischerWeg, German-Boys oder OrdenSchwarzeSonne [existiert noch]. Er könne nicht begreifen, warum so etwas ausgerechnet von einem schwulen Dating-Portal geduldet werde." [...]
"Ignorante Portale?"
"Die Frage gaben wir an die Berliner Betreiberfirma Planet Romeo GmbH weiter.
'Wir stehen natürlich generell vor dem Problem: "Was erlauben wir bei uns?'[...]
Von Anfang an war uns klar, dass wir nicht Gott spielen wollen. [...] Daher haben wir uns am Anfang darauf geeinigt, dass wir uns nicht anmaßen zu entscheiden, was erlaubt oder verboten ist. Wir richten uns daher nach dem Gesetz [...]' antwortete Geschäftsführer Jens Schmidt.
[...] die Konkurrenz aus Köln zeigt sich weitaus sensibler bei dem heiklen Thema: "Es wäre für uns unerträglich, Gayroyal als Plattform für erfahrungsgemäß menschenverachtende Überzeugungen zur Verfügung zu stellen. [...] Natürlich ist die 88 in einem Nickname nicht gesetzlich verboten, aber trotzdem gestatten wir solche Codes nicht."
Nach der Veröffentlichung dieses Artikels verschärft Romeo seine Haltung gegenüber rassistischen Usern. In einem offenen Brief von PlanetRomeo ist zu lesen:
"Nazis werden auf GayRomeo nicht geduldet und nach Meldung unverzüglich gelöscht - ebenso wie alle anderen rassistischen und menschenverachtenden Inhalte."
Von dieser älteren Geschichte abgesehen finden sich noch aktuelle Kritikpunkte:
Die Faker-Problematik
Die leichte Zugänglichkeit von GR ist ein großes Plus, doch ebenfalls ein Nachteil.
Jedes große Portal hätte diesen. Man findet verschiedene Definitionen eines Fakers. Ich sag mal, Faker sind User, die sich als jemand ausgeben, der sie nicht sind. Dahinter können sich harmlose, wenn auch lästige, Scherze verbergen, gefährliche Gay Basher oder Picsammler. Von Frauen und Zweitprofilen sei abgesehen.
Manchmal laufen einem auch Trolle (selbst bei GR!) über den Weg. So war unter anderem der löbliche "Pfaffenberg" bei Romeo.
Doch man kann etwas dagegen tun! Leider nicht wirklich die blauen Seiten.
GR bietet gerade mal das Markieren als bekannt - ein Minimum an Sicherheit. Einen hartnäckigen Faker kann das nicht aufhalten.
Nehmen wir dbna zum Beispiel. Dort wird die Authentizität des User mittels Ausweis und/oder Gesichtskontrolle geprüft.
Oder: Flirt-fever schreckt Faker mittels einer Anmeldegebühr ab.
Noch mehr Möglichkeiten?
Gays.de hat zum Fakerschutz eine "Handynummer- oder Adress Verifizierung" eingeführt.
Thema Gay Basher:
Es gibt einen Videobeitrag von "anders Trend" zum Thema. Leider konnte ich das Video nicht gesondert finden, so muss ich dich auf den Artikel bei comingouthelp.de verweisen.
Hier das Video.
Komplett Unbeleckte finden dort zusätzlich ein paar Tipps für Blind Dates.
Der Kinderschutz
Unter anderem kam es wegen diesem Problem zum Umzug in die Niederlande.
"Da auf GayRomeo jedoch mit einem kostenpflichtigen Zugang auch pornographisches Material eingesehen werden kann, befürchteten die Betreiber rechtliche Konsequenzen wegen dem Verstoß gegen Jugendschutzbestimmungen." (Siehe e-recht24.de)
Meiner Meinung nach endet der Jugendschutz bei GR bei den AGBs, denn auf das "kleine Gericht" ist kein Verlass. Durch verschenkte Plus-Accounts wird gar der Kinderschutz ganz missachtet.
Massive Sicherheitslücken
Das ist etwas, von dem kaum einer etwas weiß. GR ist nicht der sicherste Ort. SSL Verschlüsselung wird angeboten. Ob viele dieses kostenpflichtige (kostenfreier SSL-Login seit Juni 08) Feature nutzten bleibt offen. Leider fehlen bei GR jedoch einige Sicherheitsmaßnahmen, die bei _jedem_ Email-Anbieter zu finden sind und bei den größeren Internetportalen ebenfalls:
Es wird nicht angezeigt, ob es fehlgeschlagene Login-Versuche gab! Der Zeitpunkt des letzten Login wird verschwiegen! Und ein Login mit zwei verschiedenen IPs gleichzeitig ist möglich!
Jeder E-Mail Dienst würde wegen diesen Mängeln von den Computerzeitschriften in der Luft zerrissen werden. Doch GayRomeo scheint diese simplen und effektiven Maßnahmen nicht nötig zu haben.
Mangelnder Support
Von der Kritik nun zu ein paar Verbesserungsvorschlägen.
Ok, die Community unterstützt den Support one-to-one.
Doch jede bessere Seite liefert eine Sitemap.
Dies und eine ausführliche Einführung in die Funktionen sind bei dem Funktionsumfang von GR schon sehr angebracht. Vor allem, wenn man die hohen Wachstumszahlen bedenkt. Aber nö, das ist nicht drin.
Nicht selten hab ich erlebt, dass Freunde von mir die ein oder andere Funktion von GR nicht kannten.
So komplex ist GayRomeo nun auch nicht, als dass die das nicht mal erklären könnten.
Eine gute Persönlichkeitsanalyse kann wirklich einfach sein. Man muss nur einen Blick auf egoload werfen. Doch auch dafür gibt GR kein Geld aus. Statt dessen werden Umfragen gemacht, ob die Community einen LiveChat haben möchte oder Webcamunterstützung und führt Neuerungen ein, wie neue Wallpaper oder Videos.
Nichts desto trotz würde ich noch GR empfehlen. Denn es ist von der Bedienung her sehr gelungen und hat nun mal ein Monopol. Auch wenn es Mängel gibt, kann man diese in Eigenverantwortung handhaben.
Mit GR verhält es sich ähnlich wie mit der Demokratie:
Demokratie ist die schlechteste Regierungsform - mit Ausnahme aller anderen, die wir bisher ausprobiert haben.
- Winston Churchill
Mehr zum Thema findest Du hier:
Oi! mates
Gestern hatte ich gemutmaßt, dass gayskinheads.de zu GayRomeo gehörte. Nun weiß ich mehr. 2005 führte diese Domain sogar auf Gayromeo...
BareRomeo - Get Friends, Have Sex
"Na du machst du es dir ja wieder sehr einfach" waren die Worte, die mir der gute Sascha (mein Co-Blogger) an den Kopf warf.
Dabei erzählte ich ihm bloß, dass ich das Thema Barebacking im Zusammenhang mit GayRomeo kritisch ...
Die blaue Lagune/ Grotte/ Laberwelt, blauen Seiten, bzw. das schwule Einwohnermeldeamt hat auch ein paar Schattenseiten.
Ein Problem, dass Romeo früher mal hatte:
"Nazis tummeln sich auch im schwulen Chat"
So berichtete März 2006 das gab-Magazin. Dort hieß es weiter:
"Besonders irritierend findet User Torsten GayRomeo-Clubs wie KonservatRevolution, RepublikanischerWeg, German-Boys oder OrdenSchwarzeSonne [existiert noch]. Er könne nicht begreifen, warum so etwas ausgerechnet von einem schwulen Dating-Portal geduldet werde." [...]
"Ignorante Portale?"
"Die Frage gaben wir an die Berliner Betreiberfirma Planet Romeo GmbH weiter.
'Wir stehen natürlich generell vor dem Problem: "Was erlauben wir bei uns?'[...]
Von Anfang an war uns klar, dass wir nicht Gott spielen wollen. [...] Daher haben wir uns am Anfang darauf geeinigt, dass wir uns nicht anmaßen zu entscheiden, was erlaubt oder verboten ist. Wir richten uns daher nach dem Gesetz [...]' antwortete Geschäftsführer Jens Schmidt.
[...] die Konkurrenz aus Köln zeigt sich weitaus sensibler bei dem heiklen Thema: "Es wäre für uns unerträglich, Gayroyal als Plattform für erfahrungsgemäß menschenverachtende Überzeugungen zur Verfügung zu stellen. [...] Natürlich ist die 88 in einem Nickname nicht gesetzlich verboten, aber trotzdem gestatten wir solche Codes nicht."
Nach der Veröffentlichung dieses Artikels verschärft Romeo seine Haltung gegenüber rassistischen Usern. In einem offenen Brief von PlanetRomeo ist zu lesen:
"Nazis werden auf GayRomeo nicht geduldet und nach Meldung unverzüglich gelöscht - ebenso wie alle anderen rassistischen und menschenverachtenden Inhalte."
Von dieser älteren Geschichte abgesehen finden sich noch aktuelle Kritikpunkte:
Die Faker-Problematik
Die leichte Zugänglichkeit von GR ist ein großes Plus, doch ebenfalls ein Nachteil.
Jedes große Portal hätte diesen. Man findet verschiedene Definitionen eines Fakers. Ich sag mal, Faker sind User, die sich als jemand ausgeben, der sie nicht sind. Dahinter können sich harmlose, wenn auch lästige, Scherze verbergen, gefährliche Gay Basher oder Picsammler. Von Frauen und Zweitprofilen sei abgesehen.
Manchmal laufen einem auch Trolle (selbst bei GR!) über den Weg. So war unter anderem der löbliche "Pfaffenberg" bei Romeo.
Doch man kann etwas dagegen tun! Leider nicht wirklich die blauen Seiten.
GR bietet gerade mal das Markieren als bekannt - ein Minimum an Sicherheit. Einen hartnäckigen Faker kann das nicht aufhalten.
Nehmen wir dbna zum Beispiel. Dort wird die Authentizität des User mittels Ausweis und/oder Gesichtskontrolle geprüft.
Oder: Flirt-fever schreckt Faker mittels einer Anmeldegebühr ab.
Noch mehr Möglichkeiten?
Gays.de hat zum Fakerschutz eine "Handynummer- oder Adress Verifizierung" eingeführt.
Thema Gay Basher:
Es gibt einen Videobeitrag von "anders Trend" zum Thema. Leider konnte ich das Video nicht gesondert finden, so muss ich dich auf den Artikel bei comingouthelp.de verweisen.Hier das Video.
Komplett Unbeleckte finden dort zusätzlich ein paar Tipps für Blind Dates.
Der Kinderschutz
Unter anderem kam es wegen diesem Problem zum Umzug in die Niederlande.
"Da auf GayRomeo jedoch mit einem kostenpflichtigen Zugang auch pornographisches Material eingesehen werden kann, befürchteten die Betreiber rechtliche Konsequenzen wegen dem Verstoß gegen Jugendschutzbestimmungen." (Siehe e-recht24.de)
Meiner Meinung nach endet der Jugendschutz bei GR bei den AGBs, denn auf das "kleine Gericht" ist kein Verlass. Durch verschenkte Plus-Accounts wird gar der Kinderschutz ganz missachtet.
Massive Sicherheitslücken
Das ist etwas, von dem kaum einer etwas weiß. GR ist nicht der sicherste Ort. SSL Verschlüsselung wird angeboten. Ob viele dieses kostenpflichtige (kostenfreier SSL-Login seit Juni 08) Feature nutzten bleibt offen. Leider fehlen bei GR jedoch einige Sicherheitsmaßnahmen, die bei _jedem_ Email-Anbieter zu finden sind und bei den größeren Internetportalen ebenfalls:
Es wird nicht angezeigt, ob es fehlgeschlagene Login-Versuche gab! Der Zeitpunkt des letzten Login wird verschwiegen! Und ein Login mit zwei verschiedenen IPs gleichzeitig ist möglich!
Jeder E-Mail Dienst würde wegen diesen Mängeln von den Computerzeitschriften in der Luft zerrissen werden. Doch GayRomeo scheint diese simplen und effektiven Maßnahmen nicht nötig zu haben.
Mangelnder Support
Von der Kritik nun zu ein paar Verbesserungsvorschlägen.
Ok, die Community unterstützt den Support one-to-one.
Doch jede bessere Seite liefert eine Sitemap.
Dies und eine ausführliche Einführung in die Funktionen sind bei dem Funktionsumfang von GR schon sehr angebracht. Vor allem, wenn man die hohen Wachstumszahlen bedenkt. Aber nö, das ist nicht drin.
Nicht selten hab ich erlebt, dass Freunde von mir die ein oder andere Funktion von GR nicht kannten.
So komplex ist GayRomeo nun auch nicht, als dass die das nicht mal erklären könnten.
Eine gute Persönlichkeitsanalyse kann wirklich einfach sein. Man muss nur einen Blick auf egoload werfen. Doch auch dafür gibt GR kein Geld aus. Statt dessen werden Umfragen gemacht, ob die Community einen LiveChat haben möchte oder Webcamunterstützung und führt Neuerungen ein, wie neue Wallpaper oder Videos.
Nichts desto trotz würde ich noch GR empfehlen. Denn es ist von der Bedienung her sehr gelungen und hat nun mal ein Monopol. Auch wenn es Mängel gibt, kann man diese in Eigenverantwortung handhaben.
Mit GR verhält es sich ähnlich wie mit der Demokratie:
Demokratie ist die schlechteste Regierungsform - mit Ausnahme aller anderen, die wir bisher ausprobiert haben.
- Winston Churchill
Mehr zum Thema findest Du hier:
Oi! mates
Gestern hatte ich gemutmaßt, dass gayskinheads.de zu GayRomeo gehörte. Nun weiß ich mehr. 2005 führte diese Domain sogar auf Gayromeo...
BareRomeo - Get Friends, Have Sex
"Na du machst du es dir ja wieder sehr einfach" waren die Worte, die mir der gute Sascha (mein Co-Blogger) an den Kopf warf.
Dabei erzählte ich ihm bloß, dass ich das Thema Barebacking im Zusammenhang mit GayRomeo kritisch ...
GDmaster - 22. Nov, 11:39
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