Du bist nicht allein
Das schwule Jugendmagazin dbna wurde in diesem Jahr zehn Jahre alt. Dennoch kennt es kaum einer. Es ist an der Zeit, das zu ändern
Auf den ersten Blick sind die Klischees wieder bestätigt: Nackte Männer auf der Startseite, überwiegend blaue Farbtöne und eine Community. Aber die schwule, in Deutschland beheimatete Community dbna ist anders: Sie bietet nicht nur die Suche nach dem Traumpartner oder die Möglichkeit für schnellen Sex, sie versucht in journalistischen Stücken Magazin, schwules Nachrichtenportal und Begleiter in schwierigen Lebenslagen zu sein - nicht umsonst steht die Abkürzung dbna für "du bist nicht allein".
Und so gibt es also fast täglich eine neue Geschichte aus der schwulen Welt, User beschreiben ihre Erfahrungen beim ersten Mal oder beim Coming-Out. Wer dann über bestimmte Themen näher diskutieren möchte, wendet sich an das Forum der Seite. Hier werden Probleme diskutiert und geholfen. Wer ein schwerwiegendes Problem hat, für den gibt es den Notruf des schwulen Hilfsprojektes anyway.
Sicherheit wird großgeschrieben
Wer aber doch lieber nur Freunde oder schnellen Sex sucht, wird ebenfalls bei dbna verwöhnt mit dem Luxus eines vorbildlichen Sicherheitssystems, dem sogenannten Fake Checks: Hierzu müssen die User ihre Fotos zusammen mit dem Usernamen an die Redaktion schicken, es ist eine art persönliche Überprüfung, und bekommen als Nachweis dann einen Vermerk in ihrem Profil. So kann man sichergehen, dass der User an der anderen Tastatur auch der User auf den Fotos ist.
Diese Sicherheit ist aber auch nötig, denn die Seite richtet sich hauptsächlich an die Altersgruppe der 14 - 27jährigen und wer sich in der Community registriert, wird mit spätestens 28 ausgegliedert. Auch Frauen fliegen rigoros wieder raus, wenn sie bemerkt werden. Somit bietet die Seite für viele junge Schwule den ersten Einstieg in eine Welt, die ihnen oft noch Angst macht und fremd vorkommt. Nur leider manchmal mit mangelnder Resonanz
Denn das ist die Schattenseiten bei dbna: mangelnde Userbeteiligung und Bekanntheit. Zwar wird das Forum rege genutzt, aber die Community besteht dann doch nur aus einem relativ kleinen Teil von Usern, die sich gegenseitig schreiben. So bleibt das Postfach auch mal länger leer. Immer wieder auch wird die Vielzahl toter Profile angesprochen, also Steckbriefe von Usern, die lange Zeit nicht mehr online waren, aber hier versucht man gerade eine Lösung zu finden.
Freiwilliges Projekt mit kleinen Schwächen
Dazu kommt die manchmal magere Qualität der journalistischen Stücke der Seite: einseitig und nicht immer Glanzstücke der Schriftkultur. Allerdings ist dbna ein freiwilliges Projekt und nur zwei Autoren aus dem Team sind auch gestandene Journalisten. Insofern sind kleine Ausrutscher auch mal erlaubt.
Denn bei allen Schattenseiten bleibt eins: MIt der Ausrichtung als Community, Forum, Hilfsprojekt und auch Magazin gleichzeitig, ist dbna einzigartig in Europa. Gerade für junge User ist es so eine gelungene Alternative zu Gayromeo. Das findet sogar mein Kollege Stefan. Und der findet ja ziemlich wenig wirklich gut.
(Um es der Fairness halber an dieser Stelle auch zu sagen: Ich habe längere Zeit für dbna geschrieben und bei der Seite mitgearbeitet.)
Auf den ersten Blick sind die Klischees wieder bestätigt: Nackte Männer auf der Startseite, überwiegend blaue Farbtöne und eine Community. Aber die schwule, in Deutschland beheimatete Community dbna ist anders: Sie bietet nicht nur die Suche nach dem Traumpartner oder die Möglichkeit für schnellen Sex, sie versucht in journalistischen Stücken Magazin, schwules Nachrichtenportal und Begleiter in schwierigen Lebenslagen zu sein - nicht umsonst steht die Abkürzung dbna für "du bist nicht allein".Und so gibt es also fast täglich eine neue Geschichte aus der schwulen Welt, User beschreiben ihre Erfahrungen beim ersten Mal oder beim Coming-Out. Wer dann über bestimmte Themen näher diskutieren möchte, wendet sich an das Forum der Seite. Hier werden Probleme diskutiert und geholfen. Wer ein schwerwiegendes Problem hat, für den gibt es den Notruf des schwulen Hilfsprojektes anyway.
Sicherheit wird großgeschrieben
Wer aber doch lieber nur Freunde oder schnellen Sex sucht, wird ebenfalls bei dbna verwöhnt mit dem Luxus eines vorbildlichen Sicherheitssystems, dem sogenannten Fake Checks: Hierzu müssen die User ihre Fotos zusammen mit dem Usernamen an die Redaktion schicken, es ist eine art persönliche Überprüfung, und bekommen als Nachweis dann einen Vermerk in ihrem Profil. So kann man sichergehen, dass der User an der anderen Tastatur auch der User auf den Fotos ist.
Diese Sicherheit ist aber auch nötig, denn die Seite richtet sich hauptsächlich an die Altersgruppe der 14 - 27jährigen und wer sich in der Community registriert, wird mit spätestens 28 ausgegliedert. Auch Frauen fliegen rigoros wieder raus, wenn sie bemerkt werden. Somit bietet die Seite für viele junge Schwule den ersten Einstieg in eine Welt, die ihnen oft noch Angst macht und fremd vorkommt. Nur leider manchmal mit mangelnder Resonanz
Denn das ist die Schattenseiten bei dbna: mangelnde Userbeteiligung und Bekanntheit. Zwar wird das Forum rege genutzt, aber die Community besteht dann doch nur aus einem relativ kleinen Teil von Usern, die sich gegenseitig schreiben. So bleibt das Postfach auch mal länger leer. Immer wieder auch wird die Vielzahl toter Profile angesprochen, also Steckbriefe von Usern, die lange Zeit nicht mehr online waren, aber hier versucht man gerade eine Lösung zu finden.
Freiwilliges Projekt mit kleinen Schwächen
Dazu kommt die manchmal magere Qualität der journalistischen Stücke der Seite: einseitig und nicht immer Glanzstücke der Schriftkultur. Allerdings ist dbna ein freiwilliges Projekt und nur zwei Autoren aus dem Team sind auch gestandene Journalisten. Insofern sind kleine Ausrutscher auch mal erlaubt.
Denn bei allen Schattenseiten bleibt eins: MIt der Ausrichtung als Community, Forum, Hilfsprojekt und auch Magazin gleichzeitig, ist dbna einzigartig in Europa. Gerade für junge User ist es so eine gelungene Alternative zu Gayromeo. Das findet sogar mein Kollege Stefan. Und der findet ja ziemlich wenig wirklich gut.
(Um es der Fairness halber an dieser Stelle auch zu sagen: Ich habe längere Zeit für dbna geschrieben und bei der Seite mitgearbeitet.)
baumarktpflanze - 1. Jul, 14:23
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks

Trackback URL:
http://gdtricks.twoday.net/stories/5032478/modTrackback