Anekdoten aus einem schwulen Leben XV
Hommage an Berlin, Französische Straße
Hast Du ein Idol? In den letzten Wochen habe ich viele Menschen gefragt, wen sie ein Stück weit verehren, an wen sie sich vielleicht auch orientieren, wer ihnen imponiert. Die Spannbreite der Antworten war auch entsprechend groß: Ich habe Idole gehört wie den Sänger (?) Daniel Küblböck, der Wendler unter den Popbarden, oder die Buchautorin Sybille Berg für ihren Schreibstil, Senta Berger war dabei für ihre Aufrichtigkeit, Iris Berben für ihr Aussehen. Erwartbare Namen also. Und dass Politiker gefehlt haben, hat mich auch nicht überrascht.
Ich habe zwei Idole, einer davon wurde mir ebenfalls genannt: Harald Schmidt. Der Mann ist großartig, ich mag seinen Humor, ich mag seine Art und ich mag seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, auch wenn er nur eine halbe Stunde lang am Wasserglas nippt. Schmidt hat lange Zeit die Fernsehlandschaft geprägt durch eine Ablehnung geltender Konventionen, jetzt bandelt er mit dem Pocher an das Publikum, dass er so einst verscheucht hat, wieder an.
Mein zweites Idol ist Evelyn Roll für ihren Schreibstil und für ihre Kolumne, die immer samstags in der Wochenendbeilage der Süddeutsche Zeitung erscheint. Roll schreibt darin Geschichten aus Berlin auf, Anekdoten aus ihrem Alltag, meinungsstarke Szenen aus dem dekadenten Berlin. Wenn ich die Zeitung aus dem Briefkasten hole, ist das die erste Spalte, die ich lese und dann das Streiflicht.
Idole sind wichtig. Sie bieten Orientierung, sie schaffen unbewusst eine Motivationsraum und ich diene interessanterweise auch für manche Leute als Idol. Weil ich mich vermarkten kann, weil ich es geschafft habe, auf eine Journalistenschule zu kommen. Man kann das arrogant finden und viele sagen das auch zu mir. Ich bin konservativ, ich bin arrogant, zickig und ich bin naiv. Man weiss aus Studien: An diesem Punkt in Kolumnen steigen die meisten Leser aus - Selbstbeweihräucherung oder Selbstmitleid sind fehl am Platz in persönlichen Texten.
Und Frau Roll macht genau das: Sie schreibt darüber. "Französische Straße" heisst ihre Rubrik. Und Harald Schmidt richtet darüber, seine Gesellschaftskritik zielt nicht auf einzelne Personen ab, es werden Schichten kritisiert, gegen die man sich abgrenzen kann und dabei nicht merkt, dass man auch selbst dazugehört. Das ist große Kunst, deswegen sind die beiden meine Idole.
Anekdoten aus einem schwulen Leben.
Jeden Samstag auf Gay Dating Tricks!
Hast Du ein Idol? In den letzten Wochen habe ich viele Menschen gefragt, wen sie ein Stück weit verehren, an wen sie sich vielleicht auch orientieren, wer ihnen imponiert. Die Spannbreite der Antworten war auch entsprechend groß: Ich habe Idole gehört wie den Sänger (?) Daniel Küblböck, der Wendler unter den Popbarden, oder die Buchautorin Sybille Berg für ihren Schreibstil, Senta Berger war dabei für ihre Aufrichtigkeit, Iris Berben für ihr Aussehen. Erwartbare Namen also. Und dass Politiker gefehlt haben, hat mich auch nicht überrascht.
Ich habe zwei Idole, einer davon wurde mir ebenfalls genannt: Harald Schmidt. Der Mann ist großartig, ich mag seinen Humor, ich mag seine Art und ich mag seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, auch wenn er nur eine halbe Stunde lang am Wasserglas nippt. Schmidt hat lange Zeit die Fernsehlandschaft geprägt durch eine Ablehnung geltender Konventionen, jetzt bandelt er mit dem Pocher an das Publikum, dass er so einst verscheucht hat, wieder an.
Mein zweites Idol ist Evelyn Roll für ihren Schreibstil und für ihre Kolumne, die immer samstags in der Wochenendbeilage der Süddeutsche Zeitung erscheint. Roll schreibt darin Geschichten aus Berlin auf, Anekdoten aus ihrem Alltag, meinungsstarke Szenen aus dem dekadenten Berlin. Wenn ich die Zeitung aus dem Briefkasten hole, ist das die erste Spalte, die ich lese und dann das Streiflicht.
Idole sind wichtig. Sie bieten Orientierung, sie schaffen unbewusst eine Motivationsraum und ich diene interessanterweise auch für manche Leute als Idol. Weil ich mich vermarkten kann, weil ich es geschafft habe, auf eine Journalistenschule zu kommen. Man kann das arrogant finden und viele sagen das auch zu mir. Ich bin konservativ, ich bin arrogant, zickig und ich bin naiv. Man weiss aus Studien: An diesem Punkt in Kolumnen steigen die meisten Leser aus - Selbstbeweihräucherung oder Selbstmitleid sind fehl am Platz in persönlichen Texten.
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baumarktpflanze - 26. Jul, 00:01
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