Auf teuren SMS-Chat reingefallen 2
An dieser Stelle eine kleine Geschichte aus der Rubrik Was-danach-geschah: Vor knapp drei Wochen berichteten wir an dieser Stelle über SMS-Chats und wie schnell man in diese teuren Spielereien reingerät. Ich war selbst betroffen, als ich über das Portal StudiVZ auf eine Telefonnummer antwortete.
Inzwischen haben die Verbraucherzentrale und auch die Bundesnetzagentur auf meine Schreiben geantwortet. Mit Standardfloskeln verwiesen mich beide auf ein entsprechendes Formular, dass ich auszufüllen habe. Dies habe ich inzwischen auch getan.
Verhalten nicht strafbar
Allerdings rechne ich mir selbst wenig Chancen aus, dass dieses Formular etwas bringen wird, denn auch eine weitere Rücksprache mit meiner Polizeidienststelle ergab, dass diese Art der Kontaktaufnahme und dieses Verwickeln in einen SMS-Chat nicht betrügerisch und auch nicht strafbar ist. Denn ich wurde ordnungsgemäß per SMS über die Kosten informiert und ich wurde auch nach einer gewissen Reaktionszeit vom Betreiber wieder aus seinem Nummernkonto gelöscht.
Dass meine Nummer wahrscheinlich weitergegeben wurde zu Werbezwecken und auch, dass ich in der Zwischenzeit bei StudiVZ als auch auf meinem Telefon gespammt wurde, sei strafrechtlich nicht relevant, sogar dann nicht, als mir die AGB, in denen das drinstand, gar nicht bekannt waren.
Scheinbar ist es in bestimmten Fällen also in Ordnung, mit jemanden einen Vertrag abzuschließen und den anderen erst danach die Bedingungen dafür zu sagen. Denn so war es ja bei mir: Die erste Kontaktaufnahme geschah mit einer ganz normalen Telefonnummer. Es war nicht ersichtlich, dass da dahinter ein SMS-Chat stand. Der Hinweis auf die AGB kam erst später und dann über eine eindeutige Kurzwahl. Ich schreibe das absichtlich in indirekter Rede, weil ich mir das nicht vorstellen kann.
Viele Reaktionen
Der Beitrag schlug überraschend hohe Wellen. Wir bekamen sehr viel Post und auch sehr viele Kommentare zum Thema. Vor allem das Veröffentlichen der angegebenen Telefonnummer hat viele Leser auf den Beitrag geführt und sie anscheinend noch rechtzeitig gewarnt. Und noch heute werden weitere Entwicklungen in den Kommentaren gepostet. Vielen Dank dafür.
Doch nicht nur das: Nun hat sich auch ein Journalist der "Welt am Sonntag" bei uns gemeldet und möchte ebenfalls über den Fall berichten. Er sagte, er schreibe einen Artikel über "Abzocke via Telefon. Da habe ich beim Googeln den Blog "gay dating tricks" gesehen und dabei deinen Eintrag zu dem Fall "Melanie" in StudiVZ". Schauen wir mal, was er draus macht.
UPDATE: Inzwischen ist der Artikel erschienen.
Inzwischen haben die Verbraucherzentrale und auch die Bundesnetzagentur auf meine Schreiben geantwortet. Mit Standardfloskeln verwiesen mich beide auf ein entsprechendes Formular, dass ich auszufüllen habe. Dies habe ich inzwischen auch getan.
Verhalten nicht strafbar
Allerdings rechne ich mir selbst wenig Chancen aus, dass dieses Formular etwas bringen wird, denn auch eine weitere Rücksprache mit meiner Polizeidienststelle ergab, dass diese Art der Kontaktaufnahme und dieses Verwickeln in einen SMS-Chat nicht betrügerisch und auch nicht strafbar ist. Denn ich wurde ordnungsgemäß per SMS über die Kosten informiert und ich wurde auch nach einer gewissen Reaktionszeit vom Betreiber wieder aus seinem Nummernkonto gelöscht.
Dass meine Nummer wahrscheinlich weitergegeben wurde zu Werbezwecken und auch, dass ich in der Zwischenzeit bei StudiVZ als auch auf meinem Telefon gespammt wurde, sei strafrechtlich nicht relevant, sogar dann nicht, als mir die AGB, in denen das drinstand, gar nicht bekannt waren.
Scheinbar ist es in bestimmten Fällen also in Ordnung, mit jemanden einen Vertrag abzuschließen und den anderen erst danach die Bedingungen dafür zu sagen. Denn so war es ja bei mir: Die erste Kontaktaufnahme geschah mit einer ganz normalen Telefonnummer. Es war nicht ersichtlich, dass da dahinter ein SMS-Chat stand. Der Hinweis auf die AGB kam erst später und dann über eine eindeutige Kurzwahl. Ich schreibe das absichtlich in indirekter Rede, weil ich mir das nicht vorstellen kann.
Viele Reaktionen
Der Beitrag schlug überraschend hohe Wellen. Wir bekamen sehr viel Post und auch sehr viele Kommentare zum Thema. Vor allem das Veröffentlichen der angegebenen Telefonnummer hat viele Leser auf den Beitrag geführt und sie anscheinend noch rechtzeitig gewarnt. Und noch heute werden weitere Entwicklungen in den Kommentaren gepostet. Vielen Dank dafür.
Doch nicht nur das: Nun hat sich auch ein Journalist der "Welt am Sonntag" bei uns gemeldet und möchte ebenfalls über den Fall berichten. Er sagte, er schreibe einen Artikel über "Abzocke via Telefon. Da habe ich beim Googeln den Blog "gay dating tricks" gesehen und dabei deinen Eintrag zu dem Fall "Melanie" in StudiVZ". Schauen wir mal, was er draus macht.
UPDATE: Inzwischen ist der Artikel erschienen.
baumarktpflanze - 13. Aug, 13:37
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Stephan (Gast) - 14. Aug, 18:59
Ist schon krass
Warum nur gibt es solche Menschen. Aber ich denke man muss schon sehr einsam sein um darauf reinzufallen.

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