In der blauen Zwickmühle
GayRomeo - der schnelle Weg in die Prostitution?
Sehe ich das zu eng oder erliegen wir hier der "Banalität des Bösen"?
Viele Worte verlor ich zum Thema Callboys. Jedoch finde ich keinen Kerngedanken, der die Essenz meiner Kritik wiedergeben würde. Ich befinde mich nämlich im folgenden Dilemma:
Würde ich GayRomeo explizit für die Vermittlung von Prostituierten kritisieren, liefe das zwangsläufig auf eine Kritik der Callboys als solche hinaus. Und nach meinen Gesprächen mit dem Sozialpädagogen Herrn Rötten und mit dem Ex-Callboy Hartwig, ist mir klar, dass dies nicht die Lösung sein kann. Immerhin kämpfen doch beide dafür, dass Sexworker nicht mehr von der Gesellschaft diskriminiert werden.
Wenn man eben dennoch dort ansetzen würde und all die negativen Seiten der Prostitution aufzählen wollte (und da gäbe es eine Menge aufzuzählen), käme man vielleicht zu folgender Liste:
Und dabei dachte ich nur an die Callboys, die freiwillig für einen besseren Lebensstil anschaffen gehen. Nicht außer Acht sollte man die Jungs lassen, die sich in einer echten Notsituation befinden, aus welche GayRomeo dann indirekt Kapital schlagen könnte.
Das Problem bei dieser Argumentation:
Ich finde mich plötzlich in genau der gleichen Situation wieder, wie Christen, die versuchen gegen den "Lebensstil" der Homosexualiät vorzugehen. Dort fallen ebenfalls Begründungen wie "Du wirst nicht glücklich", "Die Gesellschaft diskriminiert dich", "Schwule finden selten monogame Partner" und so weiter. Doch Moral kann man nicht an statistischen Werten fest machen. Nein, Glück ist keine Frage der rationalen Entscheidung. Und somit kann ich das alles auch nicht den Callboys vorwerfen.
Und genau da liegt der Hund begraben. Das Arbeiten im Sexbusiness verändert die Weltansicht.
Ich habe mit Freunden diskutiert und ihnen versucht meinen Standpunkt argumentatorisch darzulegen. Dabei muss man einfach feststellen, dass man nicht auf einen Nenner kommt, wenn die eigene Weltansicht (möchte sagen Sexualmoral) nicht geteilt wird.
Eine Sexualmoral existiert für viele ganz schlicht einfach nicht. Oder wie Michael Joseph Gross es schrieb (frei übersetzt): Sex ist das schwule Händeschütteln.
In diesem Zusammenhang kommt oft das "lass sie doch Spaß haben" Argument. Nachdem ich mich nun mit dem Thema auseinander gesetzt habe, würde ich dem widersprechen wollen. Bestimmt gibt es die ein oder andere "Edelnutte", die sich ihre Freier aussucht und für die es der pure Spaß ist. Von vielen habe ich mir hingegen sagen lassen, dass für Callboys Sex einen ganz anderen Stellenwert erhält und viele Kunden eben jenes Argument anwenden um den Preis zu drücken. Spaß sieht bestimmt anders aus.
"Jeder kann doch machen was er will"
Sicherlich. Da hört man keinen Widerspruch von mir - der Grundgedanke dahinter, die Freiheit des Menschen, ist nobel. Dennoch sollte man sich die Gewissensfrage stellen: Wie frei wäre beispielsweise ein Junge, der 10.000 Euro Schulden hat und dem ein Escort-Profil auf dem Silbertablett serviert würde?
GayRomeo als Community ist mitnichten etwas natürlich gewachsenes oder gar Ausdruck der Gesellschaft. Es ist ein Unternehmen, dass wie jedes andere Unternehmen auf Profit ausgerichtet ist. Die Annahme, dass sie lediglich die Handlungsfreiheit eines jeden maximieren möchten, ist daher wenig plausibel. Und an dieser Stelle greift die Macht des Faktischen von der ich sprach. Alle User haben sich derart stark an die Funktionen von Romeo gewöhnt, dass niemand sie mehr in Frage stellt.
Was ich sagen möchte: Jeder ist für sich selbst verantwortlich, das sollte aber nicht heißen, dass ein Unternehmen für seine Dienste nicht hinterfragt werden darf.
Ob freier Wille oder nicht, alle Fachkundigen mit denen ich sprach bestätigten mir: Seit der Existenz von Gayromeo ist die Anzahl der Sexworker eindeutig gestiegen. Selbst ich konnte dies beobachten, wenn wir mal die Zahl der Escort-StarAccount als Indikator nehmen. Diese stieg in weniger als einem Jahr um mehr als 50%.
Alles in allem fügt sich die Escort-Rubrik bei Romeo durchaus stimmig in das Gesamtkonzept eines Sexportals ein. Ob sich die Admins um ihr Handeln Gedanken machen? Der Buchautor Traven schrieb einst: "Mit Skrupeln, die einem in der Kehle würgen, kann man kein Geld verdienen."
Und während ich mich in diesem Dilemma nun frage, ob die eine oder andere Weltanschauung günstiger ist, was Sexualmoral genau bedeutet, zwischen Freiheit und Sicherheit, Vorwürfen und Mitleid schwanke, dreht sich das blaue Räderwerk unermütlich weiter, wobei ich mir vorkomme wie Buridans Esel, der die Wahl zwischen zwei identischen Heuhaufen hat und deshalb verhungern muss.
Sehe ich das zu eng oder erliegen wir hier der "Banalität des Bösen"?
Viele Worte verlor ich zum Thema Callboys. Jedoch finde ich keinen Kerngedanken, der die Essenz meiner Kritik wiedergeben würde. Ich befinde mich nämlich im folgenden Dilemma:
Würde ich GayRomeo explizit für die Vermittlung von Prostituierten kritisieren, liefe das zwangsläufig auf eine Kritik der Callboys als solche hinaus. Und nach meinen Gesprächen mit dem Sozialpädagogen Herrn Rötten und mit dem Ex-Callboy Hartwig, ist mir klar, dass dies nicht die Lösung sein kann. Immerhin kämpfen doch beide dafür, dass Sexworker nicht mehr von der Gesellschaft diskriminiert werden.
Wenn man eben dennoch dort ansetzen würde und all die negativen Seiten der Prostitution aufzählen wollte (und da gäbe es eine Menge aufzuzählen), käme man vielleicht zu folgender Liste:
- Leicht erhöhtes Krankheitsrisiko (Dabei meine ich nicht speziell die STD)
- Diskriminierung von der Gesellschaft
- Zwang zum Doppelleben
- Schwierigkeiten bei der Partnersuche
- Selbstüberschätzung
- Materialismus (Siehe: Meine Seele für eine Markenhose)
Und dabei dachte ich nur an die Callboys, die freiwillig für einen besseren Lebensstil anschaffen gehen. Nicht außer Acht sollte man die Jungs lassen, die sich in einer echten Notsituation befinden, aus welche GayRomeo dann indirekt Kapital schlagen könnte.
Das Problem bei dieser Argumentation:
Ich finde mich plötzlich in genau der gleichen Situation wieder, wie Christen, die versuchen gegen den "Lebensstil" der Homosexualiät vorzugehen. Dort fallen ebenfalls Begründungen wie "Du wirst nicht glücklich", "Die Gesellschaft diskriminiert dich", "Schwule finden selten monogame Partner" und so weiter. Doch Moral kann man nicht an statistischen Werten fest machen. Nein, Glück ist keine Frage der rationalen Entscheidung. Und somit kann ich das alles auch nicht den Callboys vorwerfen.
Darüber hinaus sehen vermutlich die meisten Callboys (Stricher seien mal ausgeklammert) ihr Leben als ganz und gar nicht unglücklich oder unmoralisch an. Denn kein Mensch sieht sich selbst als unmoralisch und jeder kann sich an so ziemlich alles gewöhnen - somit auch an ein Leben in der Prostitution.
Und genau da liegt der Hund begraben. Das Arbeiten im Sexbusiness verändert die Weltansicht.
Ich habe mit Freunden diskutiert und ihnen versucht meinen Standpunkt argumentatorisch darzulegen. Dabei muss man einfach feststellen, dass man nicht auf einen Nenner kommt, wenn die eigene Weltansicht (möchte sagen Sexualmoral) nicht geteilt wird.
Eine Sexualmoral existiert für viele ganz schlicht einfach nicht. Oder wie Michael Joseph Gross es schrieb (frei übersetzt): Sex ist das schwule Händeschütteln.
In diesem Zusammenhang kommt oft das "lass sie doch Spaß haben" Argument. Nachdem ich mich nun mit dem Thema auseinander gesetzt habe, würde ich dem widersprechen wollen. Bestimmt gibt es die ein oder andere "Edelnutte", die sich ihre Freier aussucht und für die es der pure Spaß ist. Von vielen habe ich mir hingegen sagen lassen, dass für Callboys Sex einen ganz anderen Stellenwert erhält und viele Kunden eben jenes Argument anwenden um den Preis zu drücken. Spaß sieht bestimmt anders aus.
"Jeder kann doch machen was er will"
Sicherlich. Da hört man keinen Widerspruch von mir - der Grundgedanke dahinter, die Freiheit des Menschen, ist nobel. Dennoch sollte man sich die Gewissensfrage stellen: Wie frei wäre beispielsweise ein Junge, der 10.000 Euro Schulden hat und dem ein Escort-Profil auf dem Silbertablett serviert würde?
GayRomeo als Community ist mitnichten etwas natürlich gewachsenes oder gar Ausdruck der Gesellschaft. Es ist ein Unternehmen, dass wie jedes andere Unternehmen auf Profit ausgerichtet ist. Die Annahme, dass sie lediglich die Handlungsfreiheit eines jeden maximieren möchten, ist daher wenig plausibel. Und an dieser Stelle greift die Macht des Faktischen von der ich sprach. Alle User haben sich derart stark an die Funktionen von Romeo gewöhnt, dass niemand sie mehr in Frage stellt.
Was ich sagen möchte: Jeder ist für sich selbst verantwortlich, das sollte aber nicht heißen, dass ein Unternehmen für seine Dienste nicht hinterfragt werden darf.
Ob freier Wille oder nicht, alle Fachkundigen mit denen ich sprach bestätigten mir: Seit der Existenz von Gayromeo ist die Anzahl der Sexworker eindeutig gestiegen. Selbst ich konnte dies beobachten, wenn wir mal die Zahl der Escort-StarAccount als Indikator nehmen. Diese stieg in weniger als einem Jahr um mehr als 50%.
Alles in allem fügt sich die Escort-Rubrik bei Romeo durchaus stimmig in das Gesamtkonzept eines Sexportals ein. Ob sich die Admins um ihr Handeln Gedanken machen? Der Buchautor Traven schrieb einst: "Mit Skrupeln, die einem in der Kehle würgen, kann man kein Geld verdienen."
Und während ich mich in diesem Dilemma nun frage, ob die eine oder andere Weltanschauung günstiger ist, was Sexualmoral genau bedeutet, zwischen Freiheit und Sicherheit, Vorwürfen und Mitleid schwanke, dreht sich das blaue Räderwerk unermütlich weiter, wobei ich mir vorkomme wie Buridans Esel, der die Wahl zwischen zwei identischen Heuhaufen hat und deshalb verhungern muss.
GDmaster - 13. Dez, 00:01
8 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Haco (Gast) - 13. Dez, 11:50
Ich finde die Diskussion spannend, Dein Interview dazu fand ich wirklich gut.
Ein paar Gedanken meinerseits:
GayRomeo verdient nicht generell direkt an Escorts, nur wenn sie einen Star-Account wählen. Sicherlich wird der ein oder andere neue User der Escorts wegen dazukommen, andererseits sind - wie im letzten Interview beschrieben - die Hälfte aller Freier ohne schwuler Identität, und gehen deshalb nicht zu GayRomeo.
Ich bezweifle, dass viele, die sich als Escort angemeldet hat, tatsächlich viel verdienen. Statistische Aussagen über die Menge der angemeldeten Escorts halte ich für schwierig.
Die meisten Schwulen hatten schon Sex mit Männern, die sie gar nicht mochten. Sex um des Sexes Willen ist bei Schwulen häufig, vielleicht Teil der Identität.
Der Grund, über Sex Bestätigung zu suchen (vielleicht eines der Motivationen es als Escort zu probieren), liegt nicht im Online, sondern an der Schwulen-Szene an sich. Das einzige was uns Schwule letztlich verbindet ist die Sexualität, deshalb ist all das, was uns Schwule gemeinsam machen lässt, sexuell konnotiert. Da Schwule nicht überall so sein können wie sie wollen, ziehen sie sich auf Ihresgleichen zurück, der Fokus auf Sex ist dementsprechend größer als in anderen gesellschaftlichen Gruppierungen.
Instrumentalisierter Sex verändert einen, das trifft aber nicht nur auf Escorts zu: Auch in festen Beziehung wird Sex nicht nur aus Gründen der Liebe und Geilheit praktiziert.
Noch leben wir in einer Gesellschaft, in der Schwule verdeckt leben, oder sich maximal als Bisexuell bezeichnen. Für die ist Sex gegen Bezahlung eine Möglichkeit, ihre Bedürfnisse auszuleben. (wenn sie in Sexkinos oder Saunen gehen, bezahlen sie ja auch, nur eben den Betreiber) Das gilt vielleicht auch für die älteren unter uns, die entweder noch aus einer Generation stammen, als Schwulsein strafbar war und es nicht anders kennen, oder die glauben - dem Jugendwahn sei Dank - sie bekämen sonst niemanden mehr ab.
Es werden immer User dabei sein, die anderen Geld für Sex bieten und solche, die Sex gegen Geld anbieten. Die Escortseite führt dazu, die andere Seite frei von solchen Offerten zu halten.
Es ist so wie es ist; das ist zwar nicht immer schön, aber das müssen wir aushalten. Ich denke, Solidarität geht vor. Moralische Bedenken haben schon die anderen genug.
Ein paar Gedanken meinerseits:
GayRomeo verdient nicht generell direkt an Escorts, nur wenn sie einen Star-Account wählen. Sicherlich wird der ein oder andere neue User der Escorts wegen dazukommen, andererseits sind - wie im letzten Interview beschrieben - die Hälfte aller Freier ohne schwuler Identität, und gehen deshalb nicht zu GayRomeo.
Ich bezweifle, dass viele, die sich als Escort angemeldet hat, tatsächlich viel verdienen. Statistische Aussagen über die Menge der angemeldeten Escorts halte ich für schwierig.
Die meisten Schwulen hatten schon Sex mit Männern, die sie gar nicht mochten. Sex um des Sexes Willen ist bei Schwulen häufig, vielleicht Teil der Identität.
Der Grund, über Sex Bestätigung zu suchen (vielleicht eines der Motivationen es als Escort zu probieren), liegt nicht im Online, sondern an der Schwulen-Szene an sich. Das einzige was uns Schwule letztlich verbindet ist die Sexualität, deshalb ist all das, was uns Schwule gemeinsam machen lässt, sexuell konnotiert. Da Schwule nicht überall so sein können wie sie wollen, ziehen sie sich auf Ihresgleichen zurück, der Fokus auf Sex ist dementsprechend größer als in anderen gesellschaftlichen Gruppierungen.
Instrumentalisierter Sex verändert einen, das trifft aber nicht nur auf Escorts zu: Auch in festen Beziehung wird Sex nicht nur aus Gründen der Liebe und Geilheit praktiziert.
Noch leben wir in einer Gesellschaft, in der Schwule verdeckt leben, oder sich maximal als Bisexuell bezeichnen. Für die ist Sex gegen Bezahlung eine Möglichkeit, ihre Bedürfnisse auszuleben. (wenn sie in Sexkinos oder Saunen gehen, bezahlen sie ja auch, nur eben den Betreiber) Das gilt vielleicht auch für die älteren unter uns, die entweder noch aus einer Generation stammen, als Schwulsein strafbar war und es nicht anders kennen, oder die glauben - dem Jugendwahn sei Dank - sie bekämen sonst niemanden mehr ab.
Es werden immer User dabei sein, die anderen Geld für Sex bieten und solche, die Sex gegen Geld anbieten. Die Escortseite führt dazu, die andere Seite frei von solchen Offerten zu halten.
Es ist so wie es ist; das ist zwar nicht immer schön, aber das müssen wir aushalten. Ich denke, Solidarität geht vor. Moralische Bedenken haben schon die anderen genug.
GDmaster - 13. Dez, 13:20
Danke für dein Lob und dein ausführliches Kommentar :o)
"Die Escortseite führt dazu, die andere Seite frei von solchen Offerten zu halten."
Das ist ein gutes Argument.
Du hast recht - man kann gar nicht ignorieren, dass wir in einer Szene leben, die stark den sexuellen Charakter betont. Das trifft jedoch nicht auf alle zu und ich glaube, es handelt sich dabei um ein hausgemachtes Problem.
Ob das schon zur Legitimation reicht?
Vielleicht aber geht dieser Gedankengang zu weit weg von der ursprünglichen Frage, ob man Prostitution fördern sollte. Beziehungsweise ob man es gut heißen sollte, dass junge Menschen mehr und mehr in die Prostitution über GayRomeo gelangen.
"Die Escortseite führt dazu, die andere Seite frei von solchen Offerten zu halten."
Das ist ein gutes Argument.
Du hast recht - man kann gar nicht ignorieren, dass wir in einer Szene leben, die stark den sexuellen Charakter betont. Das trifft jedoch nicht auf alle zu und ich glaube, es handelt sich dabei um ein hausgemachtes Problem.
Ob das schon zur Legitimation reicht?
Vielleicht aber geht dieser Gedankengang zu weit weg von der ursprünglichen Frage, ob man Prostitution fördern sollte. Beziehungsweise ob man es gut heißen sollte, dass junge Menschen mehr und mehr in die Prostitution über GayRomeo gelangen.
Thommen (Gast) - 13. Dez, 19:16
Selbstwert/Geldwert
Wir sollten übrigens Diskussionen wie bei den Frauen vermeiden! (Zuhälterei, Menschenhandel spielen weniger hinein. Je nach ökonomischen Bedingungen!)
Männersex und Männerwert ist etwas völlig Anderes. Das Verbleiben und die Abhängigkeit vom Verkauf sexueller Dienstleistungen innerhalb des gleichen Geschlechtes hat andere gesellschaftliche und andere persönliche Motivationen!
Ein Hinweis als Beispiel: Bei Heteros ist der Freier der Stärkere, unter Männer der Sexboy (abgesehen von Notlagen/Drogen!) Historisch kriminologisch zeigt sich das an Freiermorden (hs) und /Dirnenmorden (ht)!
Da Homosexualität zwar ein (bei vielen Heteros) beliebter Genuss ist, wird die Dienstleistung auch mehrheitlich von "nicht Schwulen" ausgeübt. So kann sich ein Escort sowohl vom Dienstnehmer, als auch von einer möglichen (hs) "Orientierung" distanzieren. Er lässt sich nicht auf Gefühle ein... Die Logik - ich tue es ja nur für's Geld, und dann machts noch Spass (aktiv!) gleicht bei den Schwulen einen sozialen Minderwert aus und erlaubt es manchem (hetero) Mann, sich vor der Konfrontation mit seinen eigenen Bedürfnissen und seiner Orientierung zu drücken. Eine "Prostitutionskarriere" kann also vielfach die (homosexuelle) Identitätsfindung aufschieben.
Vielleicht spielt die Prostitution auch bei heterosexuell lebenden Freiern eine Rolle, weil sie ja "keine richtige Homosexualität" machen, sondern nur eine Dienstleistung beanspruchen. Denn richtigen Sex (Penetration) haben sie ja dann mit ihren Frauen?
Die Einführung der "Schwulenehe" wiederum etabliert die Heteromoral auch bei Männerpaaren, dadurch findet eine Angleichung an die Verhältnisse der Heteroprostitution statt. Bedürfnisse werden nicht mehr "in der Szene", sondern in "Studios" gegen Geld abgedeckt...
Der bezahlungsfreie Austausch von Sexualität unter Männern auf gleicher sozialer Ebene nimmt fortschreitend ab, aus verschiedenen oben angedachten Gründen! Damit steht aber auch die heterosexuelle Prostitution und Ehemoral wieder zur Diskussion!
Sexualität als Arbeit und gegen Bezahlung // Sexualität als genussvoller Austausch körperlich wichtiger Bedürfnisse auf gleicher sozialer und Rollenebene.
Männersex und Männerwert ist etwas völlig Anderes. Das Verbleiben und die Abhängigkeit vom Verkauf sexueller Dienstleistungen innerhalb des gleichen Geschlechtes hat andere gesellschaftliche und andere persönliche Motivationen!
Ein Hinweis als Beispiel: Bei Heteros ist der Freier der Stärkere, unter Männer der Sexboy (abgesehen von Notlagen/Drogen!) Historisch kriminologisch zeigt sich das an Freiermorden (hs) und /Dirnenmorden (ht)!
Da Homosexualität zwar ein (bei vielen Heteros) beliebter Genuss ist, wird die Dienstleistung auch mehrheitlich von "nicht Schwulen" ausgeübt. So kann sich ein Escort sowohl vom Dienstnehmer, als auch von einer möglichen (hs) "Orientierung" distanzieren. Er lässt sich nicht auf Gefühle ein... Die Logik - ich tue es ja nur für's Geld, und dann machts noch Spass (aktiv!) gleicht bei den Schwulen einen sozialen Minderwert aus und erlaubt es manchem (hetero) Mann, sich vor der Konfrontation mit seinen eigenen Bedürfnissen und seiner Orientierung zu drücken. Eine "Prostitutionskarriere" kann also vielfach die (homosexuelle) Identitätsfindung aufschieben.
Vielleicht spielt die Prostitution auch bei heterosexuell lebenden Freiern eine Rolle, weil sie ja "keine richtige Homosexualität" machen, sondern nur eine Dienstleistung beanspruchen. Denn richtigen Sex (Penetration) haben sie ja dann mit ihren Frauen?
Die Einführung der "Schwulenehe" wiederum etabliert die Heteromoral auch bei Männerpaaren, dadurch findet eine Angleichung an die Verhältnisse der Heteroprostitution statt. Bedürfnisse werden nicht mehr "in der Szene", sondern in "Studios" gegen Geld abgedeckt...
Der bezahlungsfreie Austausch von Sexualität unter Männern auf gleicher sozialer Ebene nimmt fortschreitend ab, aus verschiedenen oben angedachten Gründen! Damit steht aber auch die heterosexuelle Prostitution und Ehemoral wieder zur Diskussion!
Sexualität als Arbeit und gegen Bezahlung // Sexualität als genussvoller Austausch körperlich wichtiger Bedürfnisse auf gleicher sozialer und Rollenebene.
Andi (Gast) - 17. Dez, 19:59
Recherchiert?
Da ich auf deinen Kommentar leider nicht anworten konnte/kann, schreibe ich halt nochmal einen neuen Kommentar.
Recherchiert? Fakten? Ausser Behauptungen lese ich hier nicht viel!
Ich hatte ja schon mal gefragt, wie man auf die Zahlen fuer die Einnahmen durch die Escorts gekommen ist. Eine Antwort habe ich keine erhalten.Warum wohl?
Das ganze erninnert mich an einen Artikel im Mai in dem es um Gayromeo und Google ging. Dort liest man u.a. folgenden Satz:"
Was mich persönlich beunruhigt, dass unter den Ergebnissen ein paar Einträge SessionIDs enthalten."
Wenn Google die eigene Session ID veroeffentlicht, dann ist das doch eher ein Fehler von Google und nicht von Gayromeo! Ausserdem koennte man mit der Session ID von Google Null anfangen, da kein Account damit verknuepft ist.
Lesen tut sich das ganze aber freilich anders. Manchmal geht es auch nicht darum, was Du schreibst, sondern wie.
Und auch das ist genau das was ich mit "Dreck werfen" meinte.
Deine Krititl besteht einfach zu oft auf Worthuelsen und ich kann nur den Kopf schuetteln.
Recherchiert? Fakten? Ausser Behauptungen lese ich hier nicht viel!
Ich hatte ja schon mal gefragt, wie man auf die Zahlen fuer die Einnahmen durch die Escorts gekommen ist. Eine Antwort habe ich keine erhalten.Warum wohl?
Das ganze erninnert mich an einen Artikel im Mai in dem es um Gayromeo und Google ging. Dort liest man u.a. folgenden Satz:"
Was mich persönlich beunruhigt, dass unter den Ergebnissen ein paar Einträge SessionIDs enthalten."
Wenn Google die eigene Session ID veroeffentlicht, dann ist das doch eher ein Fehler von Google und nicht von Gayromeo! Ausserdem koennte man mit der Session ID von Google Null anfangen, da kein Account damit verknuepft ist.
Lesen tut sich das ganze aber freilich anders. Manchmal geht es auch nicht darum, was Du schreibst, sondern wie.
Und auch das ist genau das was ich mit "Dreck werfen" meinte.
Deine Krititl besteht einfach zu oft auf Worthuelsen und ich kann nur den Kopf schuetteln.
Stefan (Gast) - 16. Dez, 20:02
So ein Quatsch ....
Eigentlich muesste man Dieter Nuhr zitieren .....
Ich habe ja schon vieles dummes Zeug auf dieser Seite gelesen, aber das topt alles.
Mir ist schleierhaft wie Gayromeo aus den Escorts, die aus einer Notsituation heraus Ihre Dienste anbieten, Kapital schlagen soll?
Diese Jungs koennen sich gar kein StarEscortProfil leisten.
Diese User verurschen erstmal nur Kosten.
Es wird ja auch in den Raum gestellt, das die Einnahmen fuer StarEscorts um 50% gestiegen sind. Wie habt Ihr das errechnet? Es gibt unterschiedliche laufzeiten, die wiederrum unterschiedliche Preise haben. Warum sind die Einnahmen um (angeblich) 50% gestiegen? Weil es ploetzlich soviele Hobbynutten in Deutschland gibt?
Ist doch ganz klar warum das so ist. Gayromeo ist zunehmend Erfolgreich im Ausland (siehe Userzahlen z.B. aus Frankreich oder Italien). Vor einiger Zeit war der anteil von deutschen, oder deutschsprchigen Usern, um eineiges hoeher. Ich schaetze mal so um die 80%. Inzwwischen ist der Anteil an diesen Usern fast auf knapp 50% gefallen (kann man ja leicht ausrechnen unter "User online").
So kommt es auch, das von den ersten 25 neuen Escorts (gerade gecheckt), die ein StarEscortProfil haben, nur noch etwas weniger als 30% aus Deutschland kommen. Die restlichen stammen aus Frankreich, Italien, Spanien und sogar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Den behauptungen dieser Seite nach, muesste das Bild akutell anders aussehen. Frueher gab es kaum Escorts aus dem "Ausland" und das aendert sich zunehmend. Man muesste eher mal die Gesamtzahlt der Escorts zur Gesamtzahl der Gayromeo-User ins verhaeltnis setzen um dann zu sehen, wie sich die Escortzahlen entwickelt haben.
Mich wuerde auch interessieren, woher die Zahlen der Einnahmen stammen. Denn je nach Laufzeit aendern sich ja die Preise. Wie habt Ihr die denn errechnet? Ihr muesstet naemlich auch die Laufzeiten der StarEscortAccounts kennen um einigermassen zuverlaessige Zahlen zu liefern.
Je oefter ich diese Seite besuche, umso mehr habe ich den Eindruck eine schwule "Bild" zu lesen. Einfach mal "Dreck werfen, ein bischen bleibt sicher haengen" scheint mir hier die Motivation zu sein.
Und diese vorgeschobene Moral kotz mich zunehmend an.
Ich habe ja schon vieles dummes Zeug auf dieser Seite gelesen, aber das topt alles.
Mir ist schleierhaft wie Gayromeo aus den Escorts, die aus einer Notsituation heraus Ihre Dienste anbieten, Kapital schlagen soll?
Diese Jungs koennen sich gar kein StarEscortProfil leisten.
Diese User verurschen erstmal nur Kosten.
Es wird ja auch in den Raum gestellt, das die Einnahmen fuer StarEscorts um 50% gestiegen sind. Wie habt Ihr das errechnet? Es gibt unterschiedliche laufzeiten, die wiederrum unterschiedliche Preise haben. Warum sind die Einnahmen um (angeblich) 50% gestiegen? Weil es ploetzlich soviele Hobbynutten in Deutschland gibt?
Ist doch ganz klar warum das so ist. Gayromeo ist zunehmend Erfolgreich im Ausland (siehe Userzahlen z.B. aus Frankreich oder Italien). Vor einiger Zeit war der anteil von deutschen, oder deutschsprchigen Usern, um eineiges hoeher. Ich schaetze mal so um die 80%. Inzwwischen ist der Anteil an diesen Usern fast auf knapp 50% gefallen (kann man ja leicht ausrechnen unter "User online").
So kommt es auch, das von den ersten 25 neuen Escorts (gerade gecheckt), die ein StarEscortProfil haben, nur noch etwas weniger als 30% aus Deutschland kommen. Die restlichen stammen aus Frankreich, Italien, Spanien und sogar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Den behauptungen dieser Seite nach, muesste das Bild akutell anders aussehen. Frueher gab es kaum Escorts aus dem "Ausland" und das aendert sich zunehmend. Man muesste eher mal die Gesamtzahlt der Escorts zur Gesamtzahl der Gayromeo-User ins verhaeltnis setzen um dann zu sehen, wie sich die Escortzahlen entwickelt haben.
Mich wuerde auch interessieren, woher die Zahlen der Einnahmen stammen. Denn je nach Laufzeit aendern sich ja die Preise. Wie habt Ihr die denn errechnet? Ihr muesstet naemlich auch die Laufzeiten der StarEscortAccounts kennen um einigermassen zuverlaessige Zahlen zu liefern.
Je oefter ich diese Seite besuche, umso mehr habe ich den Eindruck eine schwule "Bild" zu lesen. Einfach mal "Dreck werfen, ein bischen bleibt sicher haengen" scheint mir hier die Motivation zu sein.
Und diese vorgeschobene Moral kotz mich zunehmend an.
GDmaster - 18. Dez, 15:01
Zu Twoday.net:
Wenn Du auf den letzt möglichen Kommentar antwortest, oder auf den gesamten Beitrag, erscheint der neue Kommentar in chronologisch richtiger Reihenfolge ;-)
Gerne gehe ich auf deine Fragen ein.
Siehe "Ein aufgebrachter Leser schrieb"
Wenn Du auf den letzt möglichen Kommentar antwortest, oder auf den gesamten Beitrag, erscheint der neue Kommentar in chronologisch richtiger Reihenfolge ;-)
Gerne gehe ich auf deine Fragen ein.
Siehe "Ein aufgebrachter Leser schrieb"
Tobi (Gast) - 19. Dez, 23:46
Leider ein aktuelles Thema
Hallo,
ich finde den Artikel sehr interessant und verfolge Dein Blog schon seit einiger Zeit.
Dieses Thema hat mich gerade nachträglich eingeholt, denn vor einigen Tagen habe ich erfahren, dass meine erste große Liebe, mit der es seit ein paar Jahren aus ist, nun auch so ein Escort-Profil auf GR hat und dieses auch aktiv nutzt.
Ich bin überzeugt, dass er ohne GR niemals auf die Idee gekommen wäre oder die Möglichkeit bekommen hätte Freier zu suchen.
Wer geht denn schon als normaler junger Mann an den Bahnhof oder ähnliche Orte um seine Dienste gegen Geld anzubieten?
"Dank" GR geht das alles schön sauber und scheinbar "normal" über die Bühne. Man verabredet sich in einem Hotel, trifft sich und nachher gibts Kohle dafür - besonders für junge Männer viel zu verlockend. "Das ist leicht verdientes Geld", sagte er mir im Chat.
Was dabei in Vergessenheit gerät - und was auch nichts mit Moralvorstellungen oder Spießertum zu tun hat - ist, dass man sich durch diese Instrumentalisierung des Sexuellen die eigene Freude an der Intimität mit einem Menschen den man liebt nimmt. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass man dadurch ein Stück seiner "Seele" kaputt macht. Da hilft alles Schönreden nichts. Ich glaube nicht, dass sich ein Mensch noch im Spiegel selbst in die Augen schauen kann, nachdem er einem anderen - den er womöglich eigentlich abstoßend findet, mit dem er aber in den meisten Fällen nie etwas angefangen hätte - für Geld sexuelle Dienste erwiesen hat. Ganz zu schweigen davon, wie es in dem Menschen aussieht, nachdem er das über längere Zeit getan hat.
Ich finde es wirklich schlimm, dass GR diese Dinge unterstützt und somit junge Menschen dazu verführt, dieses schnelle Geld zu machen. Ich bin mir sicher, dass viele es früher oder später bereuen werden - wenn sie es nicht sogar mit ihrer Gesundheit oder ihrem Leben bezahlen. Der seelische Schaden ist jedenfalls gewiß.
Tobi.
ich finde den Artikel sehr interessant und verfolge Dein Blog schon seit einiger Zeit.
Dieses Thema hat mich gerade nachträglich eingeholt, denn vor einigen Tagen habe ich erfahren, dass meine erste große Liebe, mit der es seit ein paar Jahren aus ist, nun auch so ein Escort-Profil auf GR hat und dieses auch aktiv nutzt.
Ich bin überzeugt, dass er ohne GR niemals auf die Idee gekommen wäre oder die Möglichkeit bekommen hätte Freier zu suchen.
Wer geht denn schon als normaler junger Mann an den Bahnhof oder ähnliche Orte um seine Dienste gegen Geld anzubieten?
"Dank" GR geht das alles schön sauber und scheinbar "normal" über die Bühne. Man verabredet sich in einem Hotel, trifft sich und nachher gibts Kohle dafür - besonders für junge Männer viel zu verlockend. "Das ist leicht verdientes Geld", sagte er mir im Chat.
Was dabei in Vergessenheit gerät - und was auch nichts mit Moralvorstellungen oder Spießertum zu tun hat - ist, dass man sich durch diese Instrumentalisierung des Sexuellen die eigene Freude an der Intimität mit einem Menschen den man liebt nimmt. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass man dadurch ein Stück seiner "Seele" kaputt macht. Da hilft alles Schönreden nichts. Ich glaube nicht, dass sich ein Mensch noch im Spiegel selbst in die Augen schauen kann, nachdem er einem anderen - den er womöglich eigentlich abstoßend findet, mit dem er aber in den meisten Fällen nie etwas angefangen hätte - für Geld sexuelle Dienste erwiesen hat. Ganz zu schweigen davon, wie es in dem Menschen aussieht, nachdem er das über längere Zeit getan hat.
Ich finde es wirklich schlimm, dass GR diese Dinge unterstützt und somit junge Menschen dazu verführt, dieses schnelle Geld zu machen. Ich bin mir sicher, dass viele es früher oder später bereuen werden - wenn sie es nicht sogar mit ihrer Gesundheit oder ihrem Leben bezahlen. Der seelische Schaden ist jedenfalls gewiß.
Tobi.
Christian (Gast) - 4. Feb, 21:44
Ich denke nicht, dass viele Menschen diesen Schritt bereuen werden. Es ist nämlich auch so, dass nicht jeder Escort Service gleich auch bis ins Bett geht. Viele davon suchen einfach nur eine nette Begleitung für den Abend. Man kann sich immer für oder gegen eine Sache entscheiden und ich denke, wenn man es nur wegen dem Geld macht, dann wird das nicht lange anhalten. So glaube ich schon, dass es viele gibt, denen das auch wirklich Spaß macht. Stellt euch vor, das würde keiner machen.


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