Wie man Faker erkennt
Vor drei Wochen schrieb ich über die Motive des Fakens. Wie entdeckt man Fakerprofile? Fangen wir mit den zwei klassischen Indizien an.
Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl für Authentizität im Chat. Achte auf alle Ungereimtheiten. Er sucht eine Beziehung, zeigt aber nur seinen Sixpack? Der BMI-Wert ist von einem anderen Stern? Er gibt partu nicht seine Handynummer heraus?
Die Telefonnummer ist ein guter Anhaltspunkt.
Rufe ihn einfach an! Ich sage mal, ein Telefonat würde die meisten Faker abschrecken. Sollte sein Mobiltelefon zufällig "kaputt" sein, lasse dich nicht beirren. Gehe lieber auf Nummer sicher.
Es ließe sich nachprüfen, ob die erhalten Handynummer überhaupt gültig ist. Das ginge zwar auch mit einem simplen Anruf - doch man ist ja faul. Die Telefonnummer kann man auf der Webseite Mobile-Status.de analysieren lassen (Kein Schutz vor SMS-Chat-Abzocke!).
Ein gutes Mittel gegen Faker ist der "Buschfunk". Ich rede natürlich von deinem Freundesnetzwerk. Spreche einfach mit Freunden/Bekannten, wenn Du den Verdacht hast, dass ein Profil gefaket sein könnte (Vielleicht erzählt der User unterschiedliche Versionen seiner Vergangenheit oder ähnliches).
Sehr nützlich hat sich für mich das systematische Abspeichern von Profilen erwiesen. Ursprünglich hatte ich dies nur gemacht um Fotos den Usern zuzuordnen. Wenn mir ein Chatpartner ein Foto von sich sendet, speicher ich das Bild zusammen mit der Profilseite in einen eigenen Ordner. Den Ordner benennen ich dann nach dem Profilnamen.
Häufig sind Zweitprofile erstaunlich wahrheitsgetreu. Oft verwendet der Nutzer immer die gleichen Alter-, Größen- und Gewichtsangaben. Zumindest sind die Abweichungen von den richtigen Angaben gering. Ähnlich sieht es beim Sex- und Persönlichkeitsmodul aus. Und eben jene Übereinstimmungen lassen sich überprüfen, wenn man die Altprofile gespeichert hat.
Auf diese Weise identifizierte ich schon mehrere Zweitprofile und "Wiederauferstandene" (Jungs, die ihr Profil löschten, um 3 Wochen später wieder aufzutauchen).
Falls der User nur ein oder zwei Fotos im Profil anzeigt und Du dir nicht sicher bist, ob er wirklich die abgelichtete Person ist, frage nach mehr Fotos. Einige Faker haben nur die zwei Aufnahmen.
Du willst ganz unbedingt wissen, ob er echt ist? Falls Du einen Verdacht hast, wer dahinter steckt, könnte man für ein weiteres Indiz versuchen die IP-Adressen zu vergleichen.
Einige Profis können aus E-Mails manchmal die Internetprotokoll-Adresse "extrahieren". Dies ist nicht trivial - schneller kommt man mit der ICQ-Nummer ans Ziel. Denn zum Auslesen der IP gäbe es entsprechende Programme. Zum Beispiel hier
(Software dieser Seite darf nur zu Testzwecken genutzt werden).
Solltest Du von beiden Profilen eine ICQ Nummer bekommen haben, ist der Fall erledigt.
Eine weiter Möglichkeit sich die IP zu erschleichen: Kreiere eine kleine Homepage. Von mir aus, stelle dort Bilder von dir online. Binde noch einen Besucher-Counter ein und fertig ist der Lack. Nun musst Du nur noch dem verdächtigten User den Link zu der Webseite geben und der Counter wird dir seine IP anzeigen.
Letzteres ist sicherlich schon etwas abgehoben. Alternativ nerve einfach die Admins der entsprechende Kontaktbörse. Siehe dazu den Beitrag "Warum es Faker gibt".
Mehr zum Thema findest Du hier:
Warum es Faker gibt
"Bitte keine Faker" - Eine Phrase, die man oft im blauen Universum lesen kann. Faker können echt nervig und zeitraubend sein. Besonders ...
- Das Profil ist neu, verlinkt keine Freunde.
- Der Typ ist bestens ausgeleuchtet, kein üblicher Schnappschuss... Das Foto ist zu gut, um wahr zu sein? Jepp... dann ist dem meistens auch so.
Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl für Authentizität im Chat. Achte auf alle Ungereimtheiten. Er sucht eine Beziehung, zeigt aber nur seinen Sixpack? Der BMI-Wert ist von einem anderen Stern? Er gibt partu nicht seine Handynummer heraus?
Die Telefonnummer ist ein guter Anhaltspunkt.
Rufe ihn einfach an! Ich sage mal, ein Telefonat würde die meisten Faker abschrecken. Sollte sein Mobiltelefon zufällig "kaputt" sein, lasse dich nicht beirren. Gehe lieber auf Nummer sicher.
Es ließe sich nachprüfen, ob die erhalten Handynummer überhaupt gültig ist. Das ginge zwar auch mit einem simplen Anruf - doch man ist ja faul. Die Telefonnummer kann man auf der Webseite Mobile-Status.de analysieren lassen (Kein Schutz vor SMS-Chat-Abzocke!).
Ein gutes Mittel gegen Faker ist der "Buschfunk". Ich rede natürlich von deinem Freundesnetzwerk. Spreche einfach mit Freunden/Bekannten, wenn Du den Verdacht hast, dass ein Profil gefaket sein könnte (Vielleicht erzählt der User unterschiedliche Versionen seiner Vergangenheit oder ähnliches).
Sehr nützlich hat sich für mich das systematische Abspeichern von Profilen erwiesen. Ursprünglich hatte ich dies nur gemacht um Fotos den Usern zuzuordnen. Wenn mir ein Chatpartner ein Foto von sich sendet, speicher ich das Bild zusammen mit der Profilseite in einen eigenen Ordner. Den Ordner benennen ich dann nach dem Profilnamen.
Häufig sind Zweitprofile erstaunlich wahrheitsgetreu. Oft verwendet der Nutzer immer die gleichen Alter-, Größen- und Gewichtsangaben. Zumindest sind die Abweichungen von den richtigen Angaben gering. Ähnlich sieht es beim Sex- und Persönlichkeitsmodul aus. Und eben jene Übereinstimmungen lassen sich überprüfen, wenn man die Altprofile gespeichert hat.
Auf diese Weise identifizierte ich schon mehrere Zweitprofile und "Wiederauferstandene" (Jungs, die ihr Profil löschten, um 3 Wochen später wieder aufzutauchen).
Falls der User nur ein oder zwei Fotos im Profil anzeigt und Du dir nicht sicher bist, ob er wirklich die abgelichtete Person ist, frage nach mehr Fotos. Einige Faker haben nur die zwei Aufnahmen.
Du willst ganz unbedingt wissen, ob er echt ist? Falls Du einen Verdacht hast, wer dahinter steckt, könnte man für ein weiteres Indiz versuchen die IP-Adressen zu vergleichen.
Einige Profis können aus E-Mails manchmal die Internetprotokoll-Adresse "extrahieren". Dies ist nicht trivial - schneller kommt man mit der ICQ-Nummer ans Ziel. Denn zum Auslesen der IP gäbe es entsprechende Programme. Zum Beispiel hier
(Software dieser Seite darf nur zu Testzwecken genutzt werden).
Solltest Du von beiden Profilen eine ICQ Nummer bekommen haben, ist der Fall erledigt.
Eine weiter Möglichkeit sich die IP zu erschleichen: Kreiere eine kleine Homepage. Von mir aus, stelle dort Bilder von dir online. Binde noch einen Besucher-Counter ein und fertig ist der Lack. Nun musst Du nur noch dem verdächtigten User den Link zu der Webseite geben und der Counter wird dir seine IP anzeigen.
Letzteres ist sicherlich schon etwas abgehoben. Alternativ nerve einfach die Admins der entsprechende Kontaktbörse. Siehe dazu den Beitrag "Warum es Faker gibt".
Mehr zum Thema findest Du hier:
Warum es Faker gibt
"Bitte keine Faker" - Eine Phrase, die man oft im blauen Universum lesen kann. Faker können echt nervig und zeitraubend sein. Besonders ...
GDmaster - 21. Apr, 00:01
7 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Marco (Gast) - 21. Apr, 10:17
IP-Adresse?
"Ich habe mir sagen lassen, dass Profis aus E-Mails manchmal die Internetprotokoll-Adresse "extrahieren" können. Das vermag ich leider nicht."
Wenn Du von Gayromeo-Messages sprichst, die per E-Mail versendet wurden, geht das auch nicht. Aber bei normalen E-Mails ist das einfach: Die IP-Adresse des Absenders steht normalerweise im Header. Also einfach den vollständigen Header vom E-Mailprogramm anzeigen lassen (oder auch den Quelltext der E-Mail), und nach dem "Received-Feld" Ausschau halten. Dort steht in der Regel eine lange Kaskade vom eigenen E-Mailserver über den E-Mailserver des Absenders bis hin zur IP-Adresse des sendenden Rechners.
Nur, was nützt das? Ich kann damit zwar bei vielen Providern grob auf die Region schließen, aus der der Absender kommt (http://www.geoiptool.com/de/), aber eine Garantie, dass dem auch wirklich so ist, habe ich nicht (wenn große Provider wie T-Online intern "umleiten" kann da auch mal eine ziemlich falsche Stadt herauskommen: Ich komme eigentlich aus Köln, aber ab und zu hatte ich schonmal eine IP-Adresse, die von o.g. Tools dem Raum Berlin oder Stuttgart zugeordnet wurde, obwohl ich in zu Hause saß). Auch habe ich als Privatperson gar keine Möglichkeit, herauszufinden, wem der Anschluss wirklich gehört.
Wenn Du von Gayromeo-Messages sprichst, die per E-Mail versendet wurden, geht das auch nicht. Aber bei normalen E-Mails ist das einfach: Die IP-Adresse des Absenders steht normalerweise im Header. Also einfach den vollständigen Header vom E-Mailprogramm anzeigen lassen (oder auch den Quelltext der E-Mail), und nach dem "Received-Feld" Ausschau halten. Dort steht in der Regel eine lange Kaskade vom eigenen E-Mailserver über den E-Mailserver des Absenders bis hin zur IP-Adresse des sendenden Rechners.
Nur, was nützt das? Ich kann damit zwar bei vielen Providern grob auf die Region schließen, aus der der Absender kommt (http://www.geoiptool.com/de/), aber eine Garantie, dass dem auch wirklich so ist, habe ich nicht (wenn große Provider wie T-Online intern "umleiten" kann da auch mal eine ziemlich falsche Stadt herauskommen: Ich komme eigentlich aus Köln, aber ab und zu hatte ich schonmal eine IP-Adresse, die von o.g. Tools dem Raum Berlin oder Stuttgart zugeordnet wurde, obwohl ich in zu Hause saß). Auch habe ich als Privatperson gar keine Möglichkeit, herauszufinden, wem der Anschluss wirklich gehört.
GDmaster - 21. Apr, 17:13
Nein, ich meinte schon den E-Mail Header.
Danke für den Hinweise. Es nützt in sofern, wenn man zwei IP-Adressen vergleichen kann.
Danke für den Hinweise. Es nützt in sofern, wenn man zwei IP-Adressen vergleichen kann.
Thomas D. (Gast) - 21. Apr, 13:31
Hexenjagd?
Ähm, das hört sich für mich alles sehr nach einer Hexenjagd an. Wen interessiert es denn überhaupt, wie viele zweitprofile es gibt und wer als was wiederaufersteht? Sind solche Überführungsaktivitäten nicht reichlich seltam?
Ob man es mit einem Fake zu tun hat oder nicht, ist doch nur dann wichtig, wenn man sich tatsächlich auf jemanden einlassen will, virtuell oder real. Ob da jemand echt ist oder nicht, findet man im Laufe eines Gesprächs bei dem man Fragen stellt ganz leicht raus. Wenn es mal schnell gehen soll, weil man sich unbedingt "jetzt sofort" treffen will, dann tut es auch ein kleiner Testanruf. Solche Testanrufe bergen im Extremfall allerding das Risiko einer Abzocke, also am besten anrufen lassen.
Listen von Usern anfertigen, am besten noch mit abgespeicherten Bildern, das halte ich für höchst fragwürdig - insbesondere, wenn dieser datenbestand dann noch im freundeskreis oder gar in clubs ausgetauscht werden soll. Bin ich der Einzige der hier eine "User Generated Stasi" sieht und Magengrummeln bekommt?
:-/
Ob man es mit einem Fake zu tun hat oder nicht, ist doch nur dann wichtig, wenn man sich tatsächlich auf jemanden einlassen will, virtuell oder real. Ob da jemand echt ist oder nicht, findet man im Laufe eines Gesprächs bei dem man Fragen stellt ganz leicht raus. Wenn es mal schnell gehen soll, weil man sich unbedingt "jetzt sofort" treffen will, dann tut es auch ein kleiner Testanruf. Solche Testanrufe bergen im Extremfall allerding das Risiko einer Abzocke, also am besten anrufen lassen.
Listen von Usern anfertigen, am besten noch mit abgespeicherten Bildern, das halte ich für höchst fragwürdig - insbesondere, wenn dieser datenbestand dann noch im freundeskreis oder gar in clubs ausgetauscht werden soll. Bin ich der Einzige der hier eine "User Generated Stasi" sieht und Magengrummeln bekommt?
:-/
die Kröte (Gast) - 21. Apr, 15:49
Der Argumentation würde ich mich spontan anschließen. IMHO dienen die meisten Zweitprofile doch eh weniger bösartigen Zwecken als vielmehr dazu, dem "Fokus" des Bekanntenkreises zu entweichen und etwas Anonymität und "Unbeobachtetheit" (wasn Wort!) zurückzugewinnen. Darin seh ich nix Verwerfliches, im Gegenteil, es ist eigentlich sogar gutes Recht eines jeden, und man sollte es respektieren, solang das Zweitprofil nicht genutzt wird, um rumzutrollen oder andere zu verarschen. Datensammlungen über Zweitprofile würden da aber kaum die Grenze ziehen können, und das macht sie extrem bedenklich.
GDmaster - 21. Apr, 17:19
Kampf den Zeitdieben :o)
Nun, hast Du kein Adressverwaltungsprogramm? Das Speichern der Daten ist im Grunde nix anderes. Ferne habe ich geschrieben, wie es ginge - nicht die Strategie für jeden geeignet ist.
Der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte man "Datenbanken" eher nicht.
Zweitprofile und Faker klauen Zeit. Darum ist es sinnvoll sie zu identifizieren.
Hexenjagd? Nun, aktiv jage ich persönlich zumindest nicht - meist fallen die Zusammenhänge einfach nebenbei auf (Hab ein relativ gutes Bilder- und Zahlengedächtnis ;)
Der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte man "Datenbanken" eher nicht.
Zweitprofile und Faker klauen Zeit. Darum ist es sinnvoll sie zu identifizieren.
Hexenjagd? Nun, aktiv jage ich persönlich zumindest nicht - meist fallen die Zusammenhänge einfach nebenbei auf (Hab ein relativ gutes Bilder- und Zahlengedächtnis ;)
Marius (Gast) - 22. Apr, 00:43
Bilder suchen
Wenn ich den Verdacht habe, dass ein Profil von einem Faker ist, suche ich einfach nach dem Bild im Internet mit bei: http://tineye.com/
Das hat mir schon oft geholfen. Die meisten laden ihre perfekten Profilbilder irgendwo im Internet runter und so kann man sie zurückverfolgen ;)
Das hat mir schon oft geholfen. Die meisten laden ihre perfekten Profilbilder irgendwo im Internet runter und so kann man sie zurückverfolgen ;)
dk (Gast) - 22. Apr, 15:27
Manchmal reicht auch gesunder Menschenverstand: http://www.bash.org/?731734

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