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Infotracking

Dienstag, 28. Juli 2009

Das sichere Passwort

Zwei Monate? Ein halbes Jahr? Noch nie?
Wann hast Du zuletzt dein Passwort bei GayRomeo gewechselt?


Diese Woche ist wieder ein Besucher über Google auf gdtricks gestoßen indem er nach "GayRomeo Profilname Passwort" suchte. Solche Suchanfragen sehe ich im Monat ungefähr drei, vier mal.
Vor drei Wochen wies mich ein Leser darauf hin, wie einfach er sich über die SessionID Zutritt zu Profilen verschaffen kann.
Grund genug sich um seine Privatsphäre Sorgen zu machen.

Viele Motivationen könnte man sich denken, weshalb jemand deine Zugangsdaten zu deinem Profil haben wollte. Wer in dein Profil schauen kann, weiß ziemlich viel über dich. Er kennt deine Interessen, Kontaktdaten, mit wem Du verkehrst.
Das ist sehr reizvoll. Denke nur an all die Picsammler da draußen. Wenn sich ein Junge Zugang zu deinem Profil verschafft, erhält er Einblick in alle Fotos, die dir gesandt wurden.
Oder wie wäre es mit den Tratschen, die sich über jede Kleinigkeit das Maul zerreißen? Der ein oder andere dieser Spezies hat sich bestimmt schon einmal gewünscht, Mäuschen zu spielen und dir beim Chatten über die Schulter zu gucken.
Und vergessen wir nicht die Ex-Freunde oder Partner. Mit Sicherheit gibt es kontrollsüchtige Schwuppen, die dich überwachen möchten.


Letztes Semester war ich nachts unterwegs im Netz. Lass es zwei Uhr morgens gewesen sein (Bin in den Ferien meist nachtaktiv). Da entdecke ich ein Profil, welches mir bekannt vorkam. War das auf dem Foto nicht der Partner von Björn, einem guten Freund von mir, der sich da in einem Sexprofil präsentiert?
Ich sollte leider Recht behalten. Profil schnell gespeichert und mich mit Freunden beraten. Am nächsten Morgen war das Profil ohne jedes Foto. Wenige Stunden später brach eine Welt für Björn zusammen. Warum ich das erzähle?
Der Partner von ihm war recht einfältig. Er verwendete nämlich immer die gleichen Passworte für verschiedenen Anwendungen im Internet. Und ja, auch für das Sexprofil. Wenige Versuche später konnte sich Björn durch einfaches Raten Zutritt zum Account verschaffen und so den Verdacht endgültig bestätigen.

Keine schöne Geschichte. Ich möchte in keiner Weise(!) Tipps geben, jemanden besser zu hintergehen, dennoch muss man darauf hinweisen, dass durch simples Raten Passwörter geknackt werden können.
Partner oder Ex-Freunde kennen dich. Sie wissen wie dein Haustier heißt, die Namen deiner Familie, deine Hobbys und ähnliches. Lass sie eine Liste von 200 möglichen Passwörtern aufstellen. Klingt viel?
Ist es in keiner Form. So etwas kann locker an einem Abend abgearbeitet werden.

  Creative Commons by flickr user Bruno Santos

Oder stelle dir folgendes vor:
Dein zukünftiger Partner ist ziemlich eifersüchtig. Ob Du ihm wirklich treu bist? Er habe Zugang zu deinem Computer und innerhalb weniger Minuten ist ein Programm installiert, welches jeden Tastenanschlag aufzeichnet. Nach spätestens zwei Tagen fällt ihm so dein Kennwort in die Hände. Solche Programme gibt es wie Sand am Meer. Jedes größere Softwareportal stellt sie frei zur Verfügung. Schnell hätte man nach dem englischen Namen "key logger" gesucht und schon die ersten Treffe führten zum Ziel. Aller höchstens müsste man danach noch wissen, wie man eine Ausnahme für Virenschutzprogramme einrichtet.

Interessanter Weise verletzt diese Straftat im Übrigen nicht das Postgeheimnis. Das greift, soweit ich weiß, nämlich nur für Briefe. Dafür gelten aber andere Gesetze (vermutlich fällt das unter "Ausspähen von Daten").




Wie kann man sich schützen?
  • Gehe extremst vorsichtig mit deinem Passwort um. Gebe es niemals unbedacht bei Fremden oder "guten Bekannten" in den Browser ein.
  • Speicher keine sensiblen Informationen in deinem Account.
  • Wechsle häufig das Kennwort. "Entgegen der Ratschläge von Sicherheitsexperten bleibt die Hälfte aller Befragten bei dem einmal gefundenen Passwort"
  • Verwende keine einfachen Passwörter (siehe unten)

Wähle niemals deinen Namen oder Vornamen als Bestandteil der Zugangsdaten. Genauso wenig den Geburtstag oder Geburtsort. Beliebt sind nicht nur "echte" Eigennamen sondern auch beliebte fiktive Namen wie "James", "Bond", "Kirk". Im Grunde ist jedes Wort, das in einem Wörterbuch steht, unpassend. Zahlen sind auch schlechte Passworte.
"asdf", "abc123", "123456", "iloveyou", "password1", "hallo", der Profilname, Schimpfwörter sind in jedem Fall ungeeignet als Log-in-Daten.

Nutze lieber eine abstrakten Wortkombination, die Zahlen enthält oder baue absichtlich Rechtschreibfehler ein. Ob Du ein sicheres Kennwort gewählt hast, erfährst Du unter passwordmeter.com


Du hast den Verdacht, dass man dich überwacht?
Gegen Keylogger kann man sich wehren:
>> Netzwelt - Anti-Keylogger
Oder man greift auf die Bildschirmtastatur (Zubehör/Erleichterte Bedienung) zurück.

Um auf Nummer sicher zu gehen, überprüfen wir gleich danach den PC auf Trojaner:
>> a-squared Free 4.5

Mittwoch, 22. Juli 2009

Ich sehe was, was Du nicht siehst

"Martin, ich habe gerade herausgefunden, dass du Bücher mit schwulen Inhalten bei Amazon.de gekauft hast. Das kann jeder einsehen! Bist du dir dessen bewusst?"
Mit ungefähr diesen Worten konfrontierte ich einen Freund mit meinem Suchergebnis der Personen-Suchmaschine Yasni.de. Der gute Martin fiel aus allen Wolken.
Ich konnte mir ein Schmunzeln dabei nicht verkneifen. Im Internet nach Informationen über einer Person zu suchen, kann, wie Du siehst, auch unterhaltend sein. Aber pass auf, dass das nicht zu einer Kontrollsucht ausartet.

Viele Profile geben wirklich wenig her. Häufig lassen sich auf anderen Portalen weitere Angaben finden, die dir dann helfen dein Gegenüber einzuschätzen, oder gar das Gesagte auf Konsistenz zu prüfen. Zusätzliche Informationen schützen manchmal vor Faker.
Wie gelangt man zu mehr Infos?



Zunächst brauchen wir den vollen Namen. Vornamen werden einem meist hinterher geschmissen. Den Nachnamen zu erfahren kann hingegen etwas dauern. Einige Männer verwenden diesen in ihrer E-Mail-Adresse. Falls Du dein Date abholst, frage, wo Du klingeln musst. Am besten wäre jedoch, wenn er dich auf Portalen wie Xing.com oder StudiVZ kontaktiert, da viele dort ihren echten Namen gebrauchen.

Ich erwähne relativ häufig StudiVZ. Das tue ich im Grunde nur, weil ich dieses Portal selber oft nutze. Darüber hinaus böten sich MeinVZ, Wer-kennt-wen, Lokalisten, Myspace oder facebook an.
Die Profile bei gewöhnlichen Kontaktbörsen sind meist viel aufschlussreicher als bei Romeo und Co. Außerdem erhält man mit diesen Online-Communities einen besseren Einblick in den Freundeskreis.
Wenn Du den vollen Namen nicht kennst, könntest Du direkt nach Schwulen in deinem Umkreis suchen. Blicke ebenfalls in die Freundesliste der Mitglieder von Clubs wie "queer". Nicht selten entdeckt man dort alte Bekannte aus GayRomeo. Zugegeben, das klappt nur mit überschaubaren Wohnorten.

Dann hätten wir noch die erwähnten Personen-Suchmaschinen im Angebot. Hier eine kleine Auswahl solcher Datenkraken: Vergiss den Klassiker nicht - das Telefonbuch.

Doch der ungeschlagene König der Datenkraken ist und bleibt Google. Suche nach Vor- und Nachnamen der "Zielperson". Um das Ergebnis zu verbessern setze den Suchbegriff in Anführungszeichen. Manchmal ist es ratsam zusätzlich noch den Wohnort oder die Universität anzugeben.
Beispiel: "Michael Mustermann" Karlsruhe
In seltenen Fällen spuckt Google sogar Ergebnisse aus, wenn man nach der Telefon- bzw. Handynummer sucht.

Einige Jungs geben in ihren Profilen ihre ICQ Nummer preis. Über diese Nummer erfährst Du mit ein wenig Glück neben dem ICQ-Nickname noch weitere Angaben über die Person. Für Firefox existiert zum Auslesen dieser Infos ein Plugin:
>> Firefox Add-on- ICQ Info 0.1.6.5




Mehr zum Thema findest Du hier:
Let's do it - Infotracking
Worum geht es? Infotracking ist eine Wortschöpfung von mir. Zumindest glaube ich das. Vielleicht habe ich ...

Mittwoch, 8. Juli 2009

Handhabung von Profilnummern

In deinem Adressbuch hast Du Kontaktdaten zu einem User abgespeichert. Sollte sich der Nick geändert haben, steht man vor dem Problem, dass sich das Profil nicht einfach auffinden lässt. Es gibt einen Ausweg: Um Teilnehmer eindeutig identifizieren zu können, vergeben Portale häufig User- oder Profilnummern an die Nutzer. Das macht nicht nur GayRomeo so, auch viele andere, wie zum Beispiel StudiVZ. Im Studentenportal ist die Nummer jedoch nur in der URI erkennbar.

Bei Romeo wird die Profil-ID sichtbar im Profil aufgeführt:
Pass auf, dass Du sie nicht mit der Besucherzahl verwechselst. Das passiert mir nämlich manchmal in der Eile.

Szenario 1
Nehmen wir an, Du suchst einen guten Bekannten. Dein altes Profil hattest Du gelöscht, warst einen Monat lang nicht bei Romeo unterwegs und dein Chatpartner hat seinen Nick geändert. Mit der notierten Profilnummer kannst Du ihn wahrscheinlich auffinden. Bei den blauen Seiten gäbe es dafür mehrere Möglichkeiten. Entweder verwendet man das Suchfeld unter "User" oder aktiviert die "DirectSearch" (Verwaltung -> Einstellungen -> Benutzeroberfläche -> Zusatzmodule). Letzteres finde ich am komfortabelsten. Wähle in dem "Drop-Down-Listen-Feld" dann den Unterpunkt "Profilnummer" aus.
Die Direkt-Suche finde ich allgemein hilfreich. Wenn Du nicht möchtest, dass ein Junge bemerkt (PlusUser: MeineUser -> Statistik), wie Du User aus seiner Freundesliste näher unter Lupe nimmst, tippe einfach die Nicknames in die DirectSearch (Oft reichen die ersten vier Buchstaben).

Szenario 2
Du hast versucht deinen alten Bekannten mit der Profilnummer aufzuspüren, doch die Suche spuckt "0 User" aus. Was dann?
Vielleicht ist die Profil-ID falsch. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit wurde das Profil deaktiviert oder gelöscht. Nun möchte man wissen, was los war. Hat man sich vertippt? Ist er gelöscht oder deaktiviert? Und falls er deaktiviert ist, hat er eine Abwesenheitsnotiz hinterlassen?

Wenn Du den User nicht direkt im User-Center gespeichert hast, lässt sich das nicht so ohne weiteres sagen. Öffne ein beliebiges Profil in einem neuen Tab ("rechte Maustaste" -> "in neuem Tab öffnen").
    
In der Adressleiste steht dann so etwas ähnliches wie:
  http://www.gayromeo.com /ccHDN2PtlawUJGGS9xLDbL7nmvy0WCe3/ auswertung/ setcard/ index.php? set=100 &secure=rBJn0HXRkRT[...]

Was sehen wir?
  http://www.gayromeo.com
Das Protokoll gefolgt vom Host. Das verwundert bestimmt niemanden. Darum gleich weiter.
  ccHDN2PtlawUJGGS9xLDbL7nmvy0WCe3
Bei dieser Zeichenkette handelt es sich um eine Session-ID. Diese Sitzungsnummer identifiziert den Benutzer für eine zugeordnete Sitzung (Zeit zwischen dem Login und Logout).
  / auswertung/ setcard/ index.php
Es folgt der Pfad. Dieser Teil gibt an, wo Du dich auf der Seite befindest.
Kommen wir zum interessanten Abschnitt - der Query String:
  set=100 &secure=rBJn0HXRkRT[...]
In diesem Bereich werden Parameter übergeben. "Set" wählte Romeo hier als Bezeichnung für die Profilnummer. In diesem Beispiel also die Nummer 100 - ich öffnete das Profil "der Mutti". "Secure" dient vermutlich zum Identifizieren des Users.

Solltest Du Links versenden wollen, kannst Du die Session-ID entfernen. Es funktioniert, soweit ich das sagen kann, auch ohne. Profile lassen sich also aufrufen über die Adresse:http://www.gayromeo.com/auswertung/setcard/index.php?set=PROFILNUMMERZurück zu unserem Szenario. Man ist sich nicht sicher, ob das Profil gelöscht wurde oder nicht. Die Antwort auf diese Frage erhältst Du im Handumdrehen, indem Du in der genannten URL seine Profilnummer anstelle der Ziffernfolge "PROFILNUMMER" einträgst.
Darüber hinaus gibt dir das deaktivierte Profil Gelegenheit dem User eine Message zu hinterlassen (einige lassen sich Nachrichten in Abwesenheit per E-Mail zusenden). Speichere das Profil ab, um zu sehen, ob der User vielleicht sogar online ist.

Szenario 3
Der Trick mit der URL lässt sich auch umgekehrt anwenden, falls Du zu einem Profilnamen die entsprechende Profilnummer festhalten möchtest. (Das ist nützlich. Sagen wir, Du bist unsichtbar online, würdest gerne deine Ruhe haben und willst deshalb das Profil nicht öffnen.)

Ähnliches funktioniert mit einem "Partnerlink". Dir wäre es lieber, wenn ein Romeo-Nutzer nicht nachvollziehen kann, dass Du den Partnerlink angeklickt hast? Oder Du möchtest zumindest vorher den Profilnamen des Partners erfahren?
Ähnliches Spiel:
Rechte Maustaste auf den Partnerprofil-Link -> "Link Adresse kopieren". Die kopierte Adresse fügt man irgendwo ein und sucht wieder nach dem Ausdruck "Set", welcher von der Profil-ID des Partners gefolgt wird. Et voilà!


Gehe mit der Session-ID vorsichtig um.
Über die Session-ID eines anderen (Er könnte dir einen Romeo-Link gesandt haben) kann man in dessen Account eindringen, so lange er noch online ist (Dazu müsste man die fremde ID in die Adresse http://www.gayromeo.com/SESSION-ID/messenger.php einfügen ).
Eben ist mir aufgefallen, dass GayRomeo die Session-ID nachträglich aus einer Message entfernt, wenn diese über Romeo gesandt wurde.




Mehr zum Thema findest Du hier:
Zur Kontaktverwaltung
Wie organisiert man all die Online-Kontakte?
Dieser Frage haben sich schon einige Programmierer angenommen und entwickelten gute...

Sonntag, 21. Juni 2009

Zur Kontaktverwaltung

Wie organisiert man all die Online-Kontakte?
Dieser Frage haben sich schon einige Programmierer angenommen und entwickelten gute und weniger gelungen Tools, um den Informationen Herr zu werden.
Speziell für GayRomeo gab es beispielsweise entsprechende Ansätze mit dem (nicht empfehlenswerten) Programm Julia und dem etwas ausgereifteren Tool MindMen. Zum jetzigen Zeitpunkt funktioniert keines dieser Anwendungen. Man erkennt jedoch, dass hier durchaus ein Bedarf besteht.

Für Gay.com wurde auch schon eine Kontaktverwaltungssoftware entwickelt: Gaysender
Ganz krank wird es mit dem Tool iTrick. Ich frage mich, ob das ernst gemeint ist. Bei diesem Prog kann man nämlich explizit angeben, wie gut der Einzelne im Bett war. Schau es dir an - echt gruselig.


Wieder zurück zu den nützlichen Tools. Ich zeige dir nun drei "Low-Tech" Möglichkeiten, um Informationen über User zu verwalten. An die Informatiker da draußen: Bitte erfindet etwas professionelleres!

RKs Adressverwaltung
Fangen wir an mit einer Adressverwaltungssoftware, die ich selber seit Jahren verwende. Lass uns folgende Bedingung an ein Verwaltungsprogramm stellen: Es sollte Freeware sein, einfach zu bedienen und Fotos müssten den einzelnen Personen zugeordnet werden können.
Auf der Suche nach einem solchen Tool bin ich fast verzweifelt. Das einzigste, was ich fand, war das Adress-Daten-Verarbeitungs-Programm (ADVP) von Kühnlein.
(Und ja, das "einzigste" gibt es. Ich lasse mir meinen geliebten Hyperlativ nicht nehmen)
  

Dieses Tool hat Stärken und Schwächen. Leider kann man Daten nicht aus anderen Adressbüchern im- oder exportieren. Tolle Features sind also Fehlanzeige. Ich würde es dennoch empfehlen. Es ist übersichtlich und hat alles was man braucht. Zusätzlich erinnert ADVP an Geburtstage beim Systemstart.

Jeder, der ein Adressbuch per Hand neu schrieb, weiß, dass es eine Menge Arbeit am Anfang ist. Doch es lohnt sich! Jeder weitere Kontakt wird relativ mühelos hinzugefügt.

Solltest Du eine ältere Version von ADVP erwischen, benötigst Du eine Benutzernummer, um die Anwendung freizuschalten:
Name: freeware
Benutzernummer: 11410210110197114
Auf das ADVP würde meine Wahl fallen, wenn ich besser Freunde im Überblick halten möchte. Wer unbedingt Profile damit verwalten möchte, könnte die Profil-ID anstelle des Nachnamens angeben.
>> Zum Download von ADVP


Chat-Verlauf per E-Mail senden
GayRomeo bietet die Möglichkeit, dass man sich den Chatverlauf per E-Mail zukommen lassen kann. Ein guter Freund von mir nutzt diese Funktion, um wichtige Informationen zu archivieren.
Wenn ihm ein Chatpartner seine Telefonnummer gibt, sendet er sich am Ende des Chats einfach den Gesprächsverlauf und sein E-Mailprogramm übernimmt den Rest.
Das ist nicht wirklich übersichtlich, aber es geht sehr schnell. Die meisten E-Mail Programme bieten eine Recht komfortable Suche, mit der man fix alle Gespräche nach der gesuchten Information abgrasen kann.

Für die Romeo-Mails könnte man sich entsprechende Filter und Ordner anlegen. Wie das ginge erfährt Du hier (für Thunderbird) beziehungsweise hier (für Outlook).


Tabellenkalkulationsprogramm
Das Erstellen einer Tabelle mit Excel oder OpenOffice wären der erste und denkbar simpelste Ansatz. Fast schon primitiv. Aber die Schlichtheit einer einfachen Liste hat Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind.
Zunächst einmal kann fast jeder mit Tabellenkalkulationsprogrammen umgehen. Eine Tabelle lässt sich den eigenen Wünschen anpassen, mit Makros erweitern und Einträge sind beliebig in Farbe und Schrift formatierbar. Also, greifen wir doch zu einer Tabelle!
Ich habe da mal was vorbereitet:
  

Die "Vorlage" besteht aus ein paar wenige Spalten, die Platz bieten um Nicknames, Profilnummer und Anmerkungen zu speichern. Mit meinen paar Calc-Kenntnissen habe ich die Tabelle so hingebogen, dass alle Profilnummern auf Gleichheit geprüft werden. Sollten zwei Einträge (bzw. Profilnummern) identisch sein, wird eine Warnung mit der Position der Wiederholungen ausgegeben.

>> Die-Liste (ods, 46 KB)
(Für OpenOffice und max. 2.000 Eintragungen)

Ich mache mal ein paar Vorschläge, was man sich alles notieren könnte.
Den Nickname - ganz klar. Wenn der Teilnehmer den Nick mit der Zeit ändert, hast Du Pech gehabt. Profilnamen nachträglich zu korrigieren wäre ein zu hoher Arbeitsaufwand. So lange Du die Profilnummer eingetragen hast, wirst Du den Eintrag wiederfinden.
Die Profilnummer selbst. Wie schon erwähnt.
Ein Kommentar. Ein, zwei Stichwörter, die dich erinnern, wer der Typ eigentlich ist.
Den Vornamen - Versteht sich von selbst, denke ich.
Telefonnummer und andere Kontaktdaten.

Darüber hinaus merke ich mir noch, ob das Profil gelöscht oder deaktiviert wurde. Auch sinnvoll ist ein Hinweis, wie und wo es zur Kontaktaufnahme kam (Siehe Spalte "er/ich"). Dafür ließe sich eine Kurznotation einführen. "fs" steht für vergebene Footsteps (Fußtapsen), "e" für "er hat mich angeschrieben", "i" für "ich habe ihm zuerst eine Message gesandt", "i(" für "ich habe ihn angeschrieben, erhielt jedoch keine Antwort", "studi" falls der Kontakt über StudiVZ lief. Und so weiter. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt - je nachdem wie viel Zeit Du hast und wie "abgedreht" Du bist.
Dann gibt es noch die Spalte "Partner" in der man sich die Nicknames der Partnerprofile merken könnte. Neben vielen anderen Vorteilen, lässt sich so fragen "Wie geht es eigentlich deinem Jens?", falls Du mal vergessen hast, dass sein Freund "Jens" heißt. Aber in dieser Spalte wäre auch Platz für den Nick seines Zweitprofils.

Ein anderer Vorteil einer Tabelle ist, dass man sie bei OpenOffice Calc (oder Excel) mit einem Passwort sichern kann. Außerdem kann man Tabellenblätter schnell überblicken, einem stehen Suchfunktionen zur Verfügung und die Einträge lassen sich komfortabel sortieren. Noch ein Pluspunkt: Einem Verzeichnis auf der Basis von OpenOffice gibt dir die Möglichkeit bestimmte User farblich hervorheben. So könntest Du dir über Formatierungen merken mit wem Du dich besonders gut verstanden hast. Dann überschaust Du effektiver die Jungs, bei denen Du dich unbedingt mal wieder melden solltest - viel zu schnell verlaufen sonst fruchtbare Gespräche im Sand. Du verlierst den User aus den Augen, aus dem Sinn.

Wenn Du es eilig hast, und dir die Zeit für das Eintragen neuer Kontaktdaten fehlt, halte einen einfachen Text-Editor parat (z.B. im Quick-Start-Menü), oder "sicher" notfalls die Message im Kontaktportal selbst. In einer ruhigen Minute (es ist wirklich kein großer Aufwand) lassen sich die Infos nachtragen.


Jeder, der ein besseres Tool kennt, darf sich gerne melden.





Mehr zum Thema findest Du hier:
Let's do it - Infotracking
Worum geht es? Infotracking ist eine Wortschöpfung von mir. Zumindest glaube ich das. Vielleicht habe ich ...

Samstag, 9. Mai 2009

Let's do it - Infotracking

Worum geht es? Infotracking ist eine Wortschöpfung von mir. Zumindest glaube ich das. Vielleicht habe ich den Begriff auch mal irgendwo aufgeschnappt. Er klingt cool und darum verwende ich ihn. Worum es geht, ist Datenverwaltung.

Welche Daten sollte man sich über User merken?
So ziemlich alles. Profile, Fotos, Namen, Anschrift, Ex-Partner und so weiter. Je nach Belieben.

Da ich jetzt schon die Stimmen derer höre, welche sich an die Stasi erinnert fühlen, zähle ich "kurz" auf, welche Vorteile das "Daten sammeln" hat.
Informationen werden immer gesammelt. Denn was ich motivieren möchte, ist nix anderes als das Anlegen eines Adressbuches.

Namen merken und lernen
Wenn man in sich in Kontaktbörsen herumtreibt, hat man eine Menge Namen zu lernen. Eine Aufgabe, die schlicht überfordert. Die Idee, sich Namen zu notieren, war übrigens der ursprüngliche Anlass, warum ich mit dem systematischen Speichern von Informationen anfing. Wie wichtig es ist, Vornamen nicht zu vergessen, weiß der treue Leser bereits.
StudiVZ User werden bestätigen können, dass die Auflistung aller Freunde mit Fotos unheimlich beim Merken der Namen hilft.

Es ist eine Weile her, da löschte ich meinen Romeo-Account, weil ich einen Partner fand. Die Beziehung hielt leider nicht lange und so stand ich nach vier Monaten wieder zur "Disposition". Viele der Namen alter Chat-Bekanntschaften waren mir längst entfallen. Kurz nach meiner Neuanmeldung schrieb ich einen bekannten User an und grüßte ihn mit seinem Vornamen (Meiner Datenbank sei Dank). Er hatte mich schon fast vergessen und war total verwundert, dass ich noch wusste, wie er hieß. Ich erklärte, dass ich solch einen ungewöhnlichen Namen (Silvio) gar nicht vergessen könnte. Tja, seit dem Zeitpunkt hatte ich einen Stein bei ihm im Brett.

Gedächtnis verbessern
Ganz allgemein muss man sich nicht nur an Vornamen erinnern. Teilweise frage ich mich "Wer war das nochmal?". Gelegentlich notiere ich mir ein paar Schlagworte, die mich erinnern, wer mein Gesprächspartner ist. Zum Beispiel seinen Beruf.
Daraus ergibt sich nicht selten ein guter Gesprächseinstieg, wenn man beispielsweise fragen kann, was das Medizinstudium macht oder wie es dem Hund Rex geht.

Unabhängigkeit von Portalen
Wie eben erwähnt, wird man durch eine "Datenbank" unabhängig von User-Accounts. Die Profile können nach Wunsch gelöscht werden, ohne dass Informationen verloren gehen.
Sollte sich jemand, wie auch immer, Zugang zu deinem Profil verschaffen, wären die online abgespeicherten Daten ein gefundenes Fressen für den Übeltäter.
Ferner bist Du mit "extern gespeicherten" Daten unabhängig von irgendwelchen Limits, die manche Portale bei der Profilspeicherung setzen.

Durchsuchbarkeit
Einige Portale bieten die Möglichkeit gespeicherten Profilen Notizen hinzuzufügen. Selten kann man diese durchsuchen. Eine Softwarelösung schafft dabei Abhilfe.



Ordnung im Handy
Einige speichern jede Telefonnummer, die sie erhalten, sofort im Handy. Das Problem dabei: Man hat viel zu viele Daten auf dem Mobiltelefon. Viele überflüssige Kontakte sind gespeichert und wenn man das Handy verliert, ist Essig. Darum besser gleich zu einem Adressverwaltungsprogramm greifen.
Kennst Du das auch? Du erhältst eine SMS und hast keine Ahnung von wem sie ist? Höchstens eine Vermutung? Hättest Du die Infos jetzt übersichtlich abgespeichert, wüsstest Du sofort Bescheid.

Zweitprofile entdecken
Siehe dazu den Beitrag "Wie man Faker erkennt".

Beuteraster erkennen
Das ist mit einer der Gründe, warum es sinnvoll ist sich Partner oder Ex-Partner eines Users zu notieren. Viele Romeo-Nutzer gehen zum Glück sehr offenherzig mit dieser Information um. Sagen wir, Du lernst einen Jungen kennen, der vor kurzem noch in einer Partnerschaft war. Nehmen wir weiter an, Du hast dir gemerkt, wer sein Ex-Freund ist (Darüber hinaus ist es zweckmäßig sich zu notieren, ob es sich um eine offene Beziehung handelte). Dann kannst Du nun grob abschätzen, ob Du in sein Beuteraster passt.
Auch habe ich in meiner Datenbank Einträge von Jungs, deren Liste der Verflossenen innerhalb weniger Monate immer länger und länger wurde. Daraufhin fing ich mich zu fragen an, ob ich mein hohes Bild, das ich von dem Bekannten hatte, nicht revidieren sollte.

Gelöschte User identifizieren
Wenn sich ein User löschte und mich mein Gedächtnis im Stich lässt, stellt sich mir die Frage "Wer - war - das?". Sind Bilder und Name gespeichert, ist das Problem gelöst. Hast Du auch noch eine Handynummer parat, könntest Du nachfragen, warum er deaktiviert oder gelöscht ist. Eventuell geht es ihm nicht gut.
Angenommen, der Nutzer verändert sein Profil. Mit dem alten Profil zur Stelle ist es dir möglich festzustellen, was sich änderte. Zum Beispiel fiel mir einst bei einem Chatpartner eine Nickname Veränderung auf.
Ein weitere Vorteil: Alte Chatverläufe, Fotos und gespeicherte Profile können eine schöne Erinnerung sein.



Unerwünschte Profile umgehen
Mal ehrlich. Wer hat schon genügend Zeit sich alle Kleinigkeiten über jeden mit dem er schreibt zu notieren?
Speicher nicht jeden x-beliebigen User. So viele Infos wie nötig, so wenig wie möglich! Über Kontaktdaten hinausgehende Informationen sollte man nicht über Freunde festhalten. Denn der Sinn des Ganzen ist Fremde grob einschätzen zu können, nicht den Freundeskreis zu observieren.
Ich denke, es gibt drei Gruppen von Chatpartnern, die "speicherwürdig" sind. Jungs, über welche es auch etwas zu speichern gibt (Telefonnummer o.ä.), die Du interessant findest und solche, die Du in keinem Fall jemals wieder anklicken möchtest. Es gibt Profile, da denke ich mir "Warum habe ich das Profil nur geöffnet" oder "Mach das weg, mach das weg". Ein kleiner Warnhinweis in der Datenbank ist sinnvoll.

Bekannte nicht aus dem Blick verlieren
Je nach Adressverwaltungsprogramm kann man bestimmte Einträge gesondert hervorheben. So ließen sich User markieren, welche das Interesse geweckt haben und mit welchen man sich gut unterhielt (In diesem Zusammenhang möchte ich an die TNB Strategie erinnern).
Das führt dazu, dass man einen Überblick darüber erhält, mit wem man schon lange nicht mehr geschrieben hat.

Übersicht ist ohnehin das Stichwort schlechthin, wenn es um Datenverwaltung geht.
Ich kenne Jungs, die blättern relativ enttäuscht die Online-Liste der blauen Seiten durch und murmeln so etwas wie "kenne ich, kenne ich, hässlich, Tunte, kenne ich, Schlampe, vergeben,....". Am Ende des Tages sind sie deprimiert, weil der Richtige nicht dabei war. Doch wenn Du nebenbei dein entsprechendes Adressverwaltungsprogramm geöffnet hast, wird der Fokus genommen von denen, die online sind, hin zu den Usern, welche zufällig offline sind aber mit denen Du dich gut verstehst. Das fördert die Tendenz User anzuschreiben, die nicht eingeloggt sind und zeigt dir, dass es gar nicht so wenige "gute User" da draußen gibt.
Eine solche Übersicht wird im Moment vom User-Center bei GayRomeo (oder ähnlichen Kontaktbörsen) nicht ausreichend gewährleistet.

Du siehst, es gibt ziemlich viele gute Gründe, weshalb das Abspeichern von Informationen über Kontakte nützlich ist. Teilweise erkennt man den Gewinn auch erst dann, wenn die Adressverwaltung zur Gewohnheit wurde.

Wie Du Daten verwalten kannst und wie Du an Infos herankommst, die über die blauen Seiten hinausgehen, erfährst Du in den nächsten Tagen.

Freitag, 13. März 2009

Bilder bei GayRomeo speichern

Heute präsentiere ich einen besonderen Leckerbissen und zeige dir, wie man Profilfotos abspeichern kann. Es ist im Grunde unmöglich Bilder vor dem Download zu schützen. Das beste, was es momentan auf dem Markt gibt, um das Speichern von Bilder zu verhindern, ist eine Darstellung der Fotos mittels Flash.
Flickr macht es ganz geschickt. Die Fotocommunity Flickr legt eine gestreckte, durchsichtige gif-Datei (spaceball.gif) über die geschützte Darstellung. Auch dieser Mechanismus lässt sich leicht aushebeln. Bei Userscripts gibt es viele Scripte, die spaceball.gif entfernen.

GayRomeo nutzt einen, fast schon antiken Trick, um das Herunterladen zu unterbinden. Das Kontextmenü wird einfach deaktiviert.

Wie umgeht man die Download-Protection?
Was immer(!) funktioniert:
Drücke die Taste "Prtsc" (Print Screen) und öffne danach ein Bildbearbeitungsprogramm deiner Wahl (zur Not MSPaint). Nutze die Tastenkombi "Strg + V" und fertig ist der Lack.

Das ist aber viel zu aufwendig. Es geht einfacher.
Einige schwören bezüglich GayRomeo auf Opera, doch ich möchte dir zeigen, wie man mit Firefox Bilder speichert.


Fotos aus der "Galerie"
Bilder aus der Galerie lassen sich in einen neuen Tap mit der Maus ziehen und können danach als normale Fotos behandelt werden.

Der Lennart, Programmierer der GR-Tools, macht es uns ein bisschen angenehmer. Er schrieb ein kleines Script für Greasemonkey, mit dem die Bilder ganz leicht gespeichert werden können. Nach der Installation des Scripts erscheint in der Galerie ein Pfeil, wenn man über die Vorschaubilder hovert. Klicke mit der rechten(!) Maustaste auf den Pfeil und speichere das Lichtbild. Fertig.

>> Hier geht es zur Installation des Scripts
Nachtrag: Das Script wurde geändert. Nun lassen sich die Bilder wie üblich über das Kontextmenü speichern.
Gayromeo Bild speichern


Fotos im Profil
Für diesen Trick brauchst Du das Firefox Addon AdblockPlus.
GayRomeo führt im Hintergrund ein Script aus, das "dlprotect.js" getauft wurde. Um die Download Protection auszuschalten, öffne ein beliebiges Profilfoto und drücke "Strg + Umschalt + V" (oder auch "Ctrl + Shift + V"). Daraufhin öffnet sich ein AdblockPlus-Dialog.
Unter den gelisteten Elementen befindet sich eine Adresse, die mit "dlprotect.js" endet. Dieses Script muss ausgefiltert werden. Markiere dazu jenes Script. Du siehst vier Spalten. Klicke auf das runde Symbol in der dritten Spalte bis ein rotes Kreuz erscheint.
Beim erneuten Öffnen eines Fotos kann es jetzt abgespeichert werden.

Es führen bekanntlich mehrere Wege nach Rom. Der ganze Spaß ginge auch ohne AdblockPlus:
  • Gehe in Firefox auf "Extras" / "Einstellungen".
  • Wähle den Reiter "Inhalt".
  • Klicke im oberen Teil (neben "JavaScript" aktivieren) den Button "Erweitert" an.
  • Entferne den Haken bei "Das Kontextmenü deaktivieren oder ersetzen"

Ist das nicht illegal?
Ich bin kein Jurist, weshalb meine Antwort auf diese Frage nicht 100% richtig sein muss. Dennoch gehe ich davon aus, dass Du es darfst. Nach _deutschem_ Recht, § 53 UrhG, "sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern" zulässig. Du hast ein Recht auf Privatkopie.


Videos speichern
Es wäre nicht undenkbar, dass Romeo irgendwann mit der Konkurrenz gleichzieht und Videos von User eingebunden werden können. In diesem Fall empfehle ich die Software Tubehunter. Dem Betrachter fällt gleich auf, dass Tubehunter nicht für jugendfreie Filmchen konzipiert wurde.
Ich glaube jedoch, dass Tubehunter bei Romeo durchaus Wirkung zeigen könnte, denn als Romeo sich über Youtube beschwerte, konnte man das von Youtube verbannte Video auf den blauen Seiten bestaunten (wie gesagt, _konnte_ man). Dieser Clip hätte sich ohne Probleme mit Tubehunter speichern lassen.
Wie es dabei mit dem Recht auf Privatkopie aussieht, kann ich nicht sagen. Im Zweifelsfall besser nicht herunterladen.

Nochmal kurz zu den Profilfotos. Du hast ein Bild gespeichert, weißt aber nicht mehr aus welchem Profil es stammt?
Kein Problem. GayRomeo beschriftet Bilder glücklicher Weise mit einer Ziffernfolge, welche bis zum ersten Punkt die Profilnummer enthält.

Montag, 10. September 2007

Gefahren beim Online-Dating

Den sozialen Netzwerken kann man nicht entgehen. Doch sie bergen auch Gefahren.
Lass mich zwei näher betrachten. Da hätten wir die sozialen Aspekte und die Informationssammler.

Auswirkungen auf das Sozialleben
GayRomeo hat einen schlechten Ruf. Ich zitiere aus einem StudiVZ-Forum:
"GR ist die virtuelle Szene auf niedrigsten Niveau. Benehmen und Anstand sind für den Großteil der User Fremdwörter.  Oberflächlichkeit ist der rote Faden schlechthin! Ob man 'Freunde' dort findet liegt meiner Ansicht nach nur daran, wie man selbst den Begriff 'Freunde' definiert."

Ferner hat Romeo einen Suchtfaktor. Selbst Wikipedia warnt davor. Wenn Du unter dem Phantom-Klingeln leidest, solltest Du dir Gedanken machen. (Sprich: Wenn Du glaubst gehört zu haben, wie eine neue Message eintrifft)

Die virtuelle Welt gaukelt einem vor, den perfektem Partner finden zu können. Man müsse nur die richtigen Suchkriterien haben. Pass auf, dass Du dem Jagdfieber nach "etwas" besserem nicht erliegst....

Die Seite cruiser.ch bringt es auf den Punkt:
"[...] Fragwürdige Lebensqualität
Weitaus weniger thematisiert sind bislang die Folgen der neuen Kontaktkultur für die schwule Lebensqualität. Die permanente Verfügbarkeit potenzieller Liebhaber, das maßgeschneiderte Cruisen und die Unverbindlichkeit virtueller Kontakte schaffen zwar Möglichkeiten der sexuellen Selbstverwirklichung, können Partnerschaften aber auch belasten und verstärken den Trend zu «Fast Food-Kontakten». Wenn Begegnungen nur noch nach Checklisten zustande kommen, geht die Bereitschaft verloren, sich anzunähern und überraschen zu lassen. Wer sich keine Zeit mehr für Verführungen lässt, dem bleibt auch ein wesentlicher Bestandteil der Leidenschaft verborgen. Und wer keine Differenzen mehr zulassen und sich auf Kompromisse einlassen will, mag schnell zu der Erkenntnis kommen, dass man sich auch bald nichts mehr zu sagen hat. [...]"
Viele Leben nur noch in einer Bilder-Welt und werden oberflächlich.
Denk daran, dass Bilder deine Seele rauben können. Wer nur äußere Werte sucht, kann nicht erwarten mehr zu finden. Jeder bekommt den Partner den er verdient, ob er will oder nicht...

Der Mensch wird zur Ware
Die Jerusalemer Soziologin Eva Illouz befasste sich mit dem Thema und schreibt:"Meldet man sich auf einer Seite an, ist man sofort in einer Position, in der man mit anderen konkurriert, die man sogar sehen kann. Die Technologie des Internet konfrontiert das Selbst also mit Widersprüchen: Sie bedingt eine Tiefe Wendung nach innen, das heißt, sie verlangt eine Fokussierung auf das eigene Selbst, um dessen unverwechselbare Essenz in Form von Geschmacksfragen, Meinungen, Phantasien und emotionalen Kompatibilitäten einzufangen und zu kommunizieren. Zugleich aber macht das Internet aus dem Selbst eine öffentlich ausgestellte Ware."Kommen wir zu einer weiteren Gefahr.
Im heutigen Internet sind wir aufgefordert medienkompetent zu sein und werden gleichzeitig eingeladen medienpräsent zu sein. Eine Spannung, die weitaus mehr Folgen birgt als eine verschlechterte Lebensqualität für einige User.
Ich spreche von dem gläsernen Internet-Nutzer.

Es gibt Programme, die automatisch Profile einer Kontaktbörse speichern (Bots und Crawler). Alle Informationen, die Du veröffentlichst, können gesammelt werden. Bevor ich lange rede, schau dir einfach an, was ich meine - am Beispiel von StudiVZ.
Hier also ein Crawler bei der Daten-Jagd:
  YouTube - Studivz Crawler @ work
Die gespeicherten Informationen können dann zum Beispiel in Statistiken verwurstet werden:
  StudiVZ - Statistiken (Nachtrag: Link leider nicht mehr verfügbar)
Einige setzen auch gleich den Verschwörungstheorie-Hammer an.
Facebook ist ein großes englisches Portal, dass StudiVZ nicht unähnlich ist. Dieser Clip zeigt, wie viel Einfluss ein großes Kontaktportal haben kann und wie es Informationen missbraucht:
  YouTube - Do you have Facebook?

Der Sprung zu den rosa Listen wäre nicht weit. PlanetRomeo weiß eine Menge über das Userverhalten - das bedeutet, dass dieses Unternehmen durchaus Macht hat.
Du glaubst es gibt keine Crawler für GR?
Es gibt ein Programm namens Julia, dass ich noch später vorstellen möchte.

So, was lernen wir nun daraus?
  • Was immer Du veröffentlichst, tue es so, dass Du es mit deinem echten Namen unterschreiben könntest (nicht nur wegen Vorstellungsgesprächen)
  • Nutze die Analyse Tools für dich.
  • Sei dir der Gefahr bewusst
Ich erinnere mich an Tipps aus einem Buch über Etikette:
Der gute Reisende
Auch auf einer Reise geht nicht immer alles glatt. Viele Rückschläge, Gefahren und ähnliches. Leicht kommt Stress auf. Eine Reise übersteht man gut, wenn man sich im Klaren ist, dass etwas schief gehen kann und dem Unerfreulichen deshalb entspannter begegnet.
Die virtuelle Reise kannst Du nur überleben, wenn Du alles locker nimmst und dir klar ist, dass Probleme auftreten werden.

Gute Reise

Gay Dating Tricks

Dein RomeoBlog

Willkommen lieber Internetter,

dies ist Dein Blog rund um schwule Themen mit vielen Ratschlägen zum Onlinedating, interessanten Hintergrundinfos zur größten, deutschen, schwulen Kontaktbörse GayRomeo und hilfreichen Tipps zur Userverwaltung, zum Profilaufbau und beim Chatten.

Inhalt

Profilaufbau
Gefahren + Erwartungen + Das Ziel + Goldene Regeln + Der gelungene Nick + Textdesign + No Goes + Likes Dislikes + Sexdates + Kreatives Schreiben + Psychologie + Beispiele: Romantisch, Gut Gesagt, Pornotext, 0815, Humorvoll, Ausgefallen + ASCII + Lückenfüller + Sogfragen + Online Tests + GB + Profilangaben + Galerie

Software und Portale
Plattform + Für Ungeoutete + Statistik+ Was ist GR? + Presse + Ausgefallene Kontaktbörsen + Dragon Skin + Kritik + Werbespots + Tipp10 + Messenger + Firefox + Skype + Nostalgie + Tapsen + StudiVZ AGBs + Vergleich + Wurzeln von GR + Admin + Gaydar + Onlinesucht + Google + Bareback + dbna + GR-Tools + Callboys

Fotos und Design
Bildbearbeitung + Profildesign + Generatoren + Beispiel: Gesamtkonzept + Grundstein + Posing + Kleidung + Symmetrie + Foto Technik + Deko + Karikatur  

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Infotracking
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